Archiv der Kategorie: Neuigkeiten / Projektinfos

Unterstützung für Mururay

Luana Kumaruara eine indigene Kumaruara Aktivistin berichtet über die aktuelle Lage am Rio Tapajos:

“Grüße an die Krieger des Amazonas!
Hier ein Dokument, das über die Lage des Dorfes Mururay berichtet und eine damit verbundene Bitte um finanzielle Unterstützung.

ZUSAMMENFASSUNG DER GESCHICHTE Mururays:
Muruarys Geschichte ist verbunden mit Rückeroberung:
Die ehemaligen Familien lebten im sogenannten Zentrum, hatten neben der Schutzpatronin Santa Luzia eine Anführerin namens Sofia sowie eine Fußballmannschaft namens “flamenguinho”. Wegen eines Brandes in der Nähe der Quelle des Igarapé trocknete ebendiese aus und schnitt allen Familien den Zugang zu Mururay ab.

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Paraguays stiller Ethnozid an den Manjui

Einst durchstreiften die Manjui ihr traditionelles Gebiet im Gran Chaco. Durch Kriege und anhaltenden Landraub stehen sie nun am Rand der Auslöschung. Paraguays Institut für Indigene, INDI, sollte sie eigentlich in ihrem Ringen ums Überleben unterstützen – doch das Gegenteil ist der Fall.

Manjui mit Muschelhaarschmuck (hist. Aufnahme)

Südamerikas zweitgrößtes Waldgebiet der Gran Chaco ist ein heißes, halbtrockenes Ökosystem mit Dornbuschwäldern, Gras- und (z. T. nassen) Palmsavannen. Es erstreckt sich von SO-Bolivien durch den Westen Paraguays bis nach Argentinien. Es ist Heimat vieler Indianervölker, darunter die Manjui – eines der 19 indigenen Völker Paraguays. Sieht man von letzten kleinen Gruppen nomadisierender in freiwilliger Isolation lebenden Ayoreos im Grenzraum zu Bolivien ab, sind sie Paraguays gefährdetste Ethnie. Seit dem Chaco Krieg wird ihr Alltag dominiert von totaler staatlicher Vernachlässigung, hoher Armut und anhaltend extremer Kindersterblichkeit, gepaart mit genozidalen Facetten – verursacht durch die Familienplanungspolitik des Gesundheitsministeriums.

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Die träumenden Senoi

Die Senoi sind eine aus sechs Völkern bestehende ethnische Gruppe der Urbevölkerung Malaysias, der Halbinsel Malakka. Sie werden “Die träumenden Senoi” genannt, weil ihre spezielle Art des Umgangs mit Träumen Niederschlag in der westlichen Psychotherapie gefunden hat. Zu den Senoi gehören die Temiar, Jahut, Cheq Wong, Mah Meri, Semai und Semoq Beri. Die Senoi machen laut Wikipedia mehr als 50 % der indigenen Bevölkerung Malaysias aus.

“Entdeckt” wurden die Senoi in den frühen 30iger Jahren des vorigen Jahrhunderts als der Cambridge Anthropologe Herbert D. Noone, genannt Pat, in Taiping eintraf und und anfing, für das National Perak Museum zu arbeiten.

Ein spannendes Abenteuer begann, das selbst in der Geschichte der Anthropologie äußerst bemerkenswert ist.

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Die Katastrophe der Kalinago – Nothilfeprojekt von RdN

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Eine dicke Ascheschicht bedeckt die Dächer

Im Infoheft Nr. 96 vom April hatten wir über die Katastrophe der Kalinago informiert: Den Ausbruch des Vulkans La Soufriere auf St. Vincent – Heimat der indigenen Völker Kalinago und Garifuna – informiert. Am Morgen des 9. April 2021 kam es zur erneuten Eruption. Bis zu 10 km stieß die Aschewolke in die Höhe, begleitet von herausgeschleuderten Steinen, die in den naheliegenden Siedlungen einschlugen. Besonders betroffen sind die Kalinago-Dörfer.

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Klimaschutz nur mit indigenen Völkern

kinder der batek
Kinder der Batek, Malaysia. Foto: Arne Salisch

Vom 31.10. bis zum 12.11. findet die Weltklimakonferenz in Glasgow statt. Obwohl es immer mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit dringt, dass indigene Völker die besten Umweltschützer sind und Klimaschutz nur mit indigenen Völkern gemeinsam möglich ist, werden sie weiterhin unterdrückt, drangsaliert und ausgerottet. Ihnen wird ihr Land geraubt und ausgebeutet, um unsere Konsumgesellschaft zu finanzieren und dem grenzenlosen Profitstreben des weltweiten Raubtierkapitalismus zu dienen. Uralte Kulturen werden vernichtet und unschätzbares Wissen geht verloren.

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