Afrika

Projekte in Afrika

LANDRECHTE für die Hadzabe, Tansania

 Camp der Hadzabe

RdN arbeitet seit über 25 Jahren mit den Hadzabe zusammen, den letzten Buschmännern Tansanias sowie Ostafrikas. 1991 – 2001 holte RdN – damals noch FdN – als `Wilddiebe` gefolterte Stammesjäger der Hadzabe, die auf ihrem traditionellen Land gejagd hatten, aus Gefängnissen und stand dem Wildbeutervolk gegen Zwangszivilisierung und Seßhaftmachung bei (u. a. FdN-Kampagne mit GfbV e.V.: 2001). 1997 gelang es erstmals, dass ein Vertreter der Hadzabe in Genf bei der UN für Indigenenfragen die traditionelle Existenz seines Volkes gegen Ansiedlung, Landraub und Missionierung verteidigte. 2007 startete FdN eine erneute Kampagne für die Hadzabe gegen den drohenden Verlust eines großen Teils ihres Stammeslandes durch ein ausländisches Safari Unternehmen. Die Kampagne hatte im November 2007 zum Erfolg geführt. 2008/9 unterstützen wir die Hadzabe mit Schulgeld, weil deren Kinder in die Schulen nach Mangola und Longido müssen.

Zwischen 2011 und 2019 38.810 ha Stammesland seitens der Regierung den Hadzabe übereignet. Es ist das erste mal, dass in Tansania an ein Jäger- und Sammlervolk Landrechte vergeben wurden. Dazu Daudi vom DOROBO FONDS (www.dorobofund.org): „Es ist jedoch ein Kerngebiet, das sie kontrollieren können. Sie nutzen auch Gebiete, die früher ihre waren, aber nun von anderen Völkern besetzt sind. Der Landdruck von anderen ethnischen Gruppen ist extrem, obwohl aus historischer Sicht die Hadzabe die Kontrolle haben sollten über ein viel größeres Gebiet. Das (nun) übereignete Land ist sehr wichtig und ein großer Schritt. – Wir hoffen auf Vergrößerung und wollen dieses Jahr damit beginnen, und damit hoffentlich Ende nächsten Jahres die Gebietserweiterung abschließen zu können. Das braucht finanzielle Mittel, Akteure, die das politisch umsetzen.“

RdN unterstützt die Hadzabe über finanzielle Zuwendungen an die NGO Ujamaa Community Ressource Team, die die Landrechte über Landnutzungsplanungen klären  und damit für das Überleben der Hadzabe-Kultur wirken. Mit den Community-Landrechten wird Landgrabbing verhindert, Natur- und Umweltschutz gefördert und die Eigenständigkeit der Indigenen und ihrer Kulturen erhalten.

Jäger H48-2009 Foto: Hadzabe schauen nach Jagdwild 

Nutzungs- u. Landrechte, Stand 2018
RdN-Kostensumme seit 2012 für das Projekt: 48.632 € (31.12.2019)
RdN bittet um diesbezügliche Spenden (Kennwort: „Hadzabe“).

OGIEK, Kenia: Für die Ogiek fand eine  Sofort-Hilfsaktion im Februar 2008 statt. Zur dramatischen Situation entstand auch das Video: Angriff auf die Ogiek. Die Ogiek brauchen dringend weitere Unterstützung um sich selbst und ihre Heimat, den Mau Wald, zu schützen! Zuletzt waren wir gemeinsam mit fPcN im Dezember 2009 und Januar 2010 vor Ort gewesen.

PYGMÄEN, Demokratische Republik Kongo: Im Dezember 2007 startete unsere NGO die Zusammenarbeit mit den Pygmäen im Kongo, Heimat der Batwa- und Bambuti- Pygmäen, die durch Diskriminierung und Stammeslandverlust kurz vor der kulturellen Auslöschung stehen. OSAPY, eine der wichtigsten Pygmäenorganisationen in der DR Kongo, ist unserem fPcN Netzwerk für die Bewahrung der kulturellen Vielfalt beigetreten. Nach Gesprächen mit dessen Vorsitzenden Willy Loyombo Esimola im Dezember 2007 haben die Freunde der Naturvölker beschlossen, die Pygmäen auch dort zu unterstützen. Als eine der ersten Maßnahmen finanzierten und halfen wir OSAPY beim Aufbau einer Internetpräsenz. Diese soll den Pygmäen erstmals ermöglichen ihre Themen selbst im Internet zu publizieren. FdN/fPcN arbeitete viele Jahren mit den Pygmäenvölkern der Batwa und Baka in Ruanda, Burundi und Kamerun zusammen. Die Arbeit erfolgt u. a. in Koordination mit “Unrepresented Nations and Peoples Organization” (UNPO).

KARAMOJONG, Uganda: Im Februar 2008 war ein FdN Team zu Filmaufnahmen für drei Wochen in Uganda bei den Karamojong. Das von der EU geförderte Film-Projekt finden Sie unter: Medien / Filme