Malaysia: Orang Asli

Die Ureinwohner Malaysias

Als Orang Asli werden die Ureinwohner Malaysias bezeichnet, die vor der Besiedlung durch die Malayen dort lebten. Hier werden drei verschieden Volksgruppen unterschieden, Semang, Senoi und Protomalayen, die insgesamt aus 18 Ethnien bestehen.

Die Semang, die meist als Jäger und Sammler lebten. Die größte Subethnie der Semang sind die Batek, erwähnt findet man noch die Kintaq, Lanoh, Jahai, Mendriq und Kensiu. Inwiefern diese Ethnien noch existieren oder bereit assimiliert wurden, ist nicht bekannt.

Aufgrund der Vernichtung ihres Lebensraumes, des Regenwaldes, können die Batek kaum noch ihre traditionelle Lebensweise aufrecht erhalten. Lediglich im Nationalpark Taman Negara, gibt es einige kleine Gruppen der Batek, die dort versuchen, ihr ursprüngliches Leben zu bewahren.

Dorf der Batek am Taman Negara

Der Sozialpsychologe Erich Fromm analysierte im Rahmen seiner Arbeit Anatomie der menschlichen Destruktivität anhand ethnographischer Aufzeichnungen 30 vorstaatliche Völker auf ihre Gewaltbereitschaft, darunter auch die Semang. Er ordnete sie abschließend den „Lebensbejahenden Gesellschaften“ zu, deren Kulturen durch einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn mit großer sozialer Gleichheit, eine freundliche Kindererziehung, eine tolerante Sexualmoral und geringe Aggressionsneigung gekennzeichnet sind.[

Die Senoi, die im Hochland Subsistenzwirtschaft betreiben. Zu den Senoi gehören die Völker Temiar, Semai, Jahut, Mah Meri, Cheq Wong und Semoq Beri.

Die Protomalayen im Tiefland, die, als es noch Wald gab, auch als Waldsammler Handel betrieben haben. Zu ihnen zählen die Jakun, die Semelai, Temuan, Temoq, Orang Seletar und Orang Kanak. Die Orang Kanaq sind die kleinste Gruppe der Orang Asli, wenn sie überhaupt noch existieren, dürften es nicht mehr als 90 Menschen sein.

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Die Jakun von Muadzam Shah mit ihrer von RdN finanzierten Grundbesitzkarte

Ohne Land kein Leben

Rettet die Naturvölker e.V. kooperiert seit 2014 mit verschiedenen Ethnien der Orang Asli. Wir finanzieren die Erstellung von Grundbesitzkarten aufgrund von Besiedlungsnachweisen. Laut dem Aboriginal Peoples Act von 1954 haben die Menschen einen Anspruch auf ihr Land, wenn sie beweisen können, dass sie dort schon mindestens 150 Jahre leben. Dieser Beweis wir durch die von uns finanzierten Karten erbracht. Und ohne Land kein Leben, keine Kultur.

Die Erstellung einer Karte kann bis zu 1.000 EUR kosten, da so viele Bewohner der Dörfer wie möglich beteiligt sein sollen. Je nach Größe des zu vermessenden Landes kann es sehr lange dauern, bis Besiedlungsnachweise gefunden worden sind und die Daten aufgenommen wurden.

Durch das Begehen des angestammten Siedlungslandes findet eine Re-identifizierung der Menschen mit ihrem Land und ihrer Kultur statt.

Erstellung einer Karte für die Temiar

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Batek auf der Jagd mit Blasrohr, Taman Negara N P
Senoi: Semoq Beri Kinder mit Blütenschmuck
Nuun, ein Kräutersammler der Jahut aus Kg Penderas, Kuala Krau