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Guarani-Mbya von Marica Brasilien/Rio de Janeiro: Kampf um ihre Heimat
Was passiert, wenn ein heiliger Ort zur Marketing-Kulisse wird? In Maricá zeigt sich dieser Konflikt derzeit in seiner schärfsten Form.
Die Gemeinschaft war bereits früher existenziellen Bedrohungen ausgesetzt. Bevor sie in Maricá eine Heimat fand, lebte sie in der Region von Niterói. Dort zerstörte ein Feuer ihre Siedlung. Sie mussten fliehen. Die Stadt Maricá bot 2013 Unterstützung, und die Gemeinschaft ließ sich dort an einem neuen Ort nieder. Schritt für Schritt entstand ein Raum, in dem Sprache, Traditionen und das Wissen der Vorfahren wiederauflebten. Doch mehr als ein Jahrzehnt später steht dieser mühsam geschaffene Ort erneut unter Druck. Das für die Guarani Heilige Land sieht sich mit den Interessen eines internationalen Investorenkonsortiums konfrontiert, das im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro bei Maricá einen Hotelkomplex errichten will. Versprochen werden „Luxus und Exklusivität“ an einem Ort, an dem man „wahres Glück“ genießen kann, inklusive Wellness-Studios und Golfplatz. Das Touristenzentrum, dessen Bauvorhaben in einer ökologisch sensiblen Küstenlandschaft umgesetzt werden soll, bewirbt ihr Projekt mit dem von den Guarani entlehnten Begriff „Land ohne Böses“ – ein Begriff, mit dem sie genau das bedrohen, was die Guarani bewahren wollen: Das spirituelle Gleichgewicht zwischen Menschen, Natur und Gemeinschaft – nicht die Marke eines milliarden-schweren Luxusprojekts.
Wer beitragen möchte, dass diese Guarani-Gemeinschaft in Maricá ihren nachhaltigen Weg fortsetzen kann, hat die Möglichkeit, sie zu unterstützen:
Kennwort: Guarani, Marica; Spendenkonto Rettet die Naturvölker e.V. : Postbank Hamburg; IBAN: DE80 2001 0020 0006 1962 05; BIC (SWIFT): PBNKDEFF).

Aufforstungsaktion der Guarani von Maricá – das Tourismusprojekt bedroht auch sie.
Guarani Kaiowá, Brasilien/Mato Gosso do Sul: Wiederaufbau des niedergebrannten „Heiligen Hauses“ in Jaguapiru


Seit 2019 wurden die Guarani für ihre Kulturprojekte (Heilige Häuser) sowie für Nothilfe mit 13.240,62 € unterstützt (Stand: 31.12.2022)
Guarani Nhandéva, Brasilien/Mato Gosso do Sul: Restauration des Gebetshauses in Pirajuí (in 2021 realisiert)
