Der Lebensraum des indigenen Ayoreo-Volkes im Norden Paraguays ist von einer massiven Zunahme von Bedrohungen und Druck auf das Ayoreo-Territorium Seitens der Großagrarwirtschaft geprägt*. Rettet die Naturvölker e.V. unterstützt deshalb seit über zwei Jahrzehnten die Landsicherung und den kulturellen Überlebenskampf dieser Ureinwohner. Dank Eurer Spenden konnten wir 4.000 € an unsere Partnerorganisation Iniciativa Amotocodie, die Ayoreos der Lokalgruppen der Guidaigosode und Garaygosode u.a. in Rechtsberatung, Feldarbeit und Satellitenmonitoring unterstsützt, überweisen. Für die Lokalgruppe der Totobiegosode konnten wir auch 4.000 € zur Verfügung stellen (3.000 € Landsicherung, 1.000 € medizinische Nothilfe: Fondo de Salud Totobiegosode). Nachfolgend die uns inzwischen zugegangenen Antworten unserer Partner.
Iniciativa Amotocodie: „Vielen Dank für die Hilfe. Sie haben es uns auch ermöglicht, gezielte und dringende Unterstützung für Ayoreo-Führungspersönlichkeiten zu leisten, die von anderen Projekten nicht abgedeckt werden“
Schweizer Freunde vom Verein zur Unterstützung indianische Landforderungen im Chaco Paraguay:
„Für die Spende von € 3.000 danken wir ganz herzlichst. Natürlich auch namens der Gruppe der Totobiegosode im Chaco von Paraguay. Wir sind gerade in einem wichtigen Zeitpunkt, wo wir das Verfahren für das International Committee for Human Rights unterstützen. Dieses Verfahren soll verhindern, dass die Regierung Paraguays neue Rodungsbewilligungen im Wohngebiet der Aroyero-Totobiegosode abgibt an Großkonzerne. Ihre Spende wird direkt zugutekommen an die Juristische Verteidigung. Ein ‚Hearing‘ ist für Mitte August vorgesehen. Bitte reiche unseren Dank auch weiter an Ihre großzügigen Spender.
Mit besten Grüssen,
Claudio Losa und Hans Weenink
Verena Regehr, Ethnologin aus Paraguay, Neuland: „Danke für Ihre Mitteilung. Diese Spende ist wieder eine Erleichterung, weil der Staat in der medizinischen Versorgung versagt. Wir danken auch im Namen von Chicode. Er befindet sich immer noch im Krankenhaus von Neuland, wo er die entsprechende Behandlung bekommt (Anm.: Chicode mit seiner Gruppe wurde 2004 zur Aufgabe ihres nomadisierenden Waldlebens durch Rodungsarbeiten gezwungen. Ihre Nichtimmunität gegenüber Zivilisationskrankheiten forderte Tote und wiederkehrende Infektionen bis heute. Zudem leiden sie heute nun auch u.a. an Depressionen, Bluthochdruck, Diabetes Typ II – Krankheiten, die sie vor der Kontaktierung nicht kannten. B.W.)
* Weiterführende Literatur: Bernd Wegener

„GRAN CHACO – Die Wildnis stirbt, Auf den Spuren der letzten Waldindianer“
2. Überarbeitete Auflage 2018, 351 S., zahlr. sw/farb. Abb./Karten/Übers., Preis: 24,90 €
Buchbezug: Bernd Wegener, Reiterweg 10, 19288 Ludwigslust; b.wegener@gmx.de
