Schlagwort-Archive: Abholzung Regenwald

Regenwaldvölker Malaysia: Ein Nachruf …

Von Arne Salisch

Tok Janggut, einer der letzten großen großen Puyang (Schamanen) des Volkes der Jah Hut, verstarb am 6. November 2020 in seinem Heimatort Kampung Pian im Bundesstaat Pahang (Malaysia). Er soll ein Alter von 96 Jahren erreicht haben. Mit ihm ging eine Schatzkammer des Wissens um Magie, Mythologie, Medizin und Zusammenhänge in der Natur ins Jenseits. Er bewahrte die alten Rituale der Jah Hut und reiste in die Dörfer seines Volkes, um Heilungen, Segnungen und Schutz zu geben. Einen Teil seines Wissens gab er an seine Schüler weiter, so dass dieses erhalten werden konnte. Jedoch gefährdet die Abholzung des Regenwaldes die Kultur der Jahut und damit den Erhalt des gesammelten Wissens.

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Tok Janggut
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Unterstützung für Guarani Nhandéva

Neben den Guarani Kaiowá in Jaguapiru unterstützen wir nun eine weitere indigene Gemeinde im brasilianischen Staat Mato Grosso do Sul. Im Mato Grosso do Sul gibt es keinen Regenwald mehr. Das Land ist öde und die Erde wird immer unfruchtbarer, die Abholzung des Regenwaldes hat ein autarkes Leben unmöglich gemacht. Pirajuí ist ein kleines Dorf und liegt direkt an der Grenze zu Paraguay. Máximo Valesque, der selbst vom Volk der Guarani Nhandéva ist und nun der kleinen Gemeinde vorsteht, ist in sein Dorf zurückgekehrt. Er schilderte uns per Whatsapp, dass ein evangelikaler Missionar großen Schaden in Pirajuí angerichtet habe und die Kultur der Guarani deshalb vom Aussterben bedroht sei.

Máximo Valesque mit seiner Familie

Maximó möchte mit unserer Hilfe dafür sorgen, dass die Kultur/Sprache der Guarani erhalten werden kann. Wichtiger Bestandteil ist wie bei den Kaiowá das Gebetshaus. Dort treffen sich die Guarani und feiern viele heilige Feste, von denen wir im weiteren Verlauf berichten werden.

Eduardo Santos ist vom Volk der Guarani Nhandéva im indigenen Dorf Pirajuí (Brasilien).

Während des Videos deutet er auf ein Loch im Gebetshaus, welches dringend ausgebessert werden muss.

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