Unser Partner UCRT: Hadzabe-Bericht 2025

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Dismas Partala /UCRT, 27.04.2026: Nachfolgend der Bericht 2025 über die durchgeführten Aktivitäten, die gemeinsam von Rettet die Naturvölker e.V. und dem Dorobo Fund unterstützt wurden. (RdN konnte 2025 dank Ihrer Spenden UCRT mit 4.062 € für Hadzabe und Sandawe unterstützen).

1.0 Treffen zwischen den Hadzabe- und Datoga-Gemeinschaften zur Besprechung gemeinsamer Verwaltung von Weideflächen und Hadzabe-CCRO-Gebieten
Beiden Gemeinschaften wurde ein Landtitel gewährt. Im Jahr 2011 stellte die tansanische Regierung den Hadzabe-Gemeinschaften im Yaeda-Tal 22.640,34 ha Land für ihre traditionellen Nutzungen zur Verfügung, die Jagd- und Sammelaktivitäten umfassen. Im Jahr 2012 erhielten auch die hirtennomadischen Gemeinschaften Rechte und Befugnisse im Rahmen des Zertifikats über Gewohnheitsrechte der Landnutzung, um das für Weidezwecke ausgewiesene Land zur Viehhaltung zu nutzen. Die Verwaltung dieser Gebiete ist jedoch sehr wichtig, damit die Gemeinschaften die Vorteile des genannten Landes realisieren können.
Das Gebiet, das unter der traditionellen Nutzung der Hadzabe steht, wird auch während der Trockenzeit für Weideaktivitäten genutzt, insbesondere von den Gemeinschaften des Yaeda-Tals. Gleichzeitig sind die Hadzabe frei, jederzeit überall im Gebiet der Viehhalter zu jagen. Dies ist möglich, weil die Lebensweise dieser beiden waldbewohnenden Gemeinschaften miteinander vereinbar ist. In dem gemeinsamen Treffen einigten sich diese Gemeinschaften darauf, weiterhin in den Bereichen Schutz und Verwaltung ihrer Gebiete zusammenzuarbeiten. Dies wird dazu beitragen, die Einheit und Harmonie zwischen der Gemeinschaft und den Dörfern zu stärken und zu verbessern.

Treffen und Diskussion der Führer der Hadzabe und Datoga über Landnutzungen Foto: UCRT

2.0 Powwow-Treffen in Umbeya
Alle vier Hadzabe-Clane aus Sungu & Makao, Kipamba, Yaeda-Tal & Mang’ola-Gebieten reisten und trafen sich gemeinsam in Umbeya innerhalb des Hadzabe-Landes, um ihre landbezogenen und kulturellen Erfolge und Herausforderungen zu diskutieren und zu teilen.

Treffen der Hadzabe-Gemeinschaften in Umbeya Foto: UCRT

a. Der Hadzabe-Gemeinschaft von Meatu1 vereinbarter Plan;

  • Makao-Dorf ist zu bewegen, Land für die traditionelle Nutzung der Hadzabe in Makao bereitzustellen
  • Gewählte Führungspersonen sollen Nachverfolgung in Simiyu durchführen, insbesondere in den Dörfern Sungu und Makao, um die WMA-Behörden (Wildlife Management Area) davon zu überzeugen, den Hadzabe den Zugang zu kulturellen Aktivitäten innerhalb der WMA zu erlauben
  • Hadzabe-Älteste wurden von den Teilnehmenden des Treffens gebeten, weiterhin die Hadzabe-Sprache an die jüngere Generation, insbesondere Kinder, zu lehren. Dies wird die kulturelle Identität und Kontinuität der Hadzabe stärken

b. Vereinbarter Plan der Hadzabe-Gemeinschaften in Mang’ola;

  • Die Gemeinschaft sensibilisieren, kulturellen Missbrauch nicht zuzulassen, der hauptsächlich durch Content-Ersteller verursacht wird
  • Einen Besuch beim Bezirksrat und beim Büro des Bezirkskommissars organisieren, um staatliche Unterstützung zur Bewältigung der Tourismusprobleme zu suchen

3.0 Stärkung des Schutzes der Hadzabe-CCROs in den Dörfern von Mang’ola;
UCRT besuchte auf Einladung der Hadzabe-Gemeinschaft und des Divisionssekretärs die Dörfer am Lake Eyasi, nachdem von der Hadzabe-Gemeinschaft Bedenken bezüglich der Besetzung ihrer CCRO-Gebiete geäußert worden waren. Die Mitglieder der Hadzabe-Gemeinschaft aus Endamaghan, Mikocheni und Qang’dend legten die Angelegenheit über ihre Vertreter zunächst in ihren jeweiligen Dörfern und anschließend im Büro des Divisionssekretärs vor und baten um Maßnahmen zur Entfernung von Personen, die in die für die Hadzabe-Nutzung vorgesehenen Gebiete eingedrungen sind.
Zur Lösung dieser Angelegenheit organisierte der Divisionsbeamte ein Treffen mit allen Interessengruppen aus den Dörfern, der Ward-Ebene, dem Bezirksrat, der Hadzabe-Gemeinschaft und UCRT.
In dem Treffen im Büro des Divisionssekretärs wurde vereinbart, dass alle Personen, die sich unrechtmäßig in diesen Gebieten aufhalten und dort Aktivitäten durchführen, sofort entfernt werden sollen.
Diese Treffen wurden durch die Demarkierung dieser Gebiete ergänzt, indem zusätzliche Zwischenmarkierungen (Grenzpfähle) gesetzt wurden, um die bestehenden zu stärken, wobei UCRT von den Teilnehmenden gebeten wurde, die Kosten der Maßnahme zu übernehmen.
Die Dörfer bildeten Komitees, um mit UCRT und den Vermessungsingenieuren des Bezirks im Gelände zusammenzuarbeiten, wenn die Demarkierungsarbeiten beginnen. Es wurde auch vereinbart, dass Mitglieder der Hadzabe-Gemeinschaft an den Arbeiten zur Abgrenzung beteiligt werden. Weiter wurde vorgeschlagen, dass für den nachhaltigen Schutz dieses Gebiets diese Hadzabe-Mitglieder Jugendliche sein sollten, damit sie das Land und seine Grenzen kennen.

3.1 Demarkierung:
Im Dorf Qang’dend gibt es zwei CCRO-Gebiete, die für die Nutzung durch die Hadzabe vorgesehen sind, mit einer Gesamtfläche von 2.085,192 Hektar, während die Dörfer Endamaghan und Mikocheni jeweils ein Gebiet haben. Das Hadzabe-CCRO-Gebiet im Dorf Endamaghan hat 202,796 Hektar und das Dorf Mikocheni hat 302,012 Hektar Land, das für die Nutzung durch die Hadzabe vorgesehen ist.

Die Demarkierung läuft derzeit unter Beteiligung von Mitgliedern der Hadzabe-Gemeinschaft, Bezirksvermessern, lokalen Führungskräften und UCRT.
Zusätzliche Grenzmarkierungen wurden errichtet, um die bestehenden Markierungen in allen besuchten Gebieten zu stärken und die Geschwindigkeit der Landnahme zu verringern. Im Dorf Qang’dend wurden zehn weitere Grenzpunkte geschaffen und Markierungen hinzugefügt. Diese Markierungen ergeben insgesamt vierzehn Grenzpunkte statt der zuvor nur vier.

Im Dorf Mikocheni wurden einige Markierungen von Personen entfernt. Die Dorfleitung dokumentierte fünf entfernte Grenzmarkierungen im Gebiet und bat um deren Ersatz und Reparatur. Der Ersatz der Grenzsteine ist im Gange.

Der Austausch der Grenzmarkierungen ist im Gange Foto: UCRT

Das Team, bestehend aus UCRT, Bezirksbeamten, Divisions- und Ward-Leitern, Dorfleitungen und Vertretern der Hadzabe-Gemeinschaft, einigten sich gemeinsam darauf, die entfernten / beschädigten Grenzmarkierungen zu ersetzen.
Nach Abschluss der Feldarbeit wurde ein Treffen aller Interessengruppen einberufen, um das weitere Vorgehen und Strategien zum Schutz aller Landnutzungsplan-Gebiete, insbesondere der Grenzmarkierungen, zu besprechen. Die Dorfleitungen wurden aufgefordert, sicherzustellen, dass diese Grenzmarkierungen von allen Dorfbewohnern innerhalb und außerhalb des Dorfes respektiert und geschützt werden.

4.0 Ausblick 2026

  • Gemeinsame Treffen von Hadzabe- und Datoga-Jugendlichen ermöglichen, um die Verwaltung und den Schutz der Landnutzungen zu besprechen und Landnahmen im Hadzabe-Gebiet in den Yaeda- und Eyasi-Gebieten zu reduzieren
  • Hadzabe-Gemeinschaftstreffen ermöglichen, um Wege zur Bekämpfung des Missbrauchs der Hadzabe-Kultur zu diskutieren
  • Die westlichen Hadzabe darin schulen, wie sie am besten mit den Herausforderungen in den Gebieten umgehen können, und eine enge Nachverfolgung schaffen, um die Möglichkeit zu prüfen, kommunales Land für das Hadzabe-Volk zu sichern

Übersetzung: Bernd Wegener Titelfoto: Bernd Wegener