Huni Kuin: Landkaufprojekt im Amazonas-Regenwald

Die Huni Kuin gehören der Pano-Sprachfamilie an. Ihr Name bedeutet so viel wie „Echte Menschen“ oder „Menschen mit Gebräuchen“. Ihre Nachbarn gaben ihnen andere Bezeichnungen (KaxinawáCashinahuaKaschinawaKashinawaCaxina-uás), die heute immer noch populär sind. – Kaxinawá z. B. bedeutet „Kannibalen“, „Fledermausmenschen“ oder „Menschen, die nachts unterwegs sind“ und wird von den Huni Kuin als beleidigend ablehnt.

Der obere Rio Juruà mit den Zuflüssen des Rio Muru, Rio Humaitá sowie dem Rio Iboicu des Rio Envira (der in den Juruà einmündet) gelten als ursprünglicher Lebensraum dieser Ethnie. Unter den grauenhaften Exzessen durch den Kautschukboom im ausgehenden 19. Jahrhundert hatten auch die Huni Kuin zu leiden. Diese führten auch dazu, dass Huni Kuin sowohl in Brasilien, als auch in Peru leben.

Foto von Living Gaia e.V.

Landkaufprojekt: RdN unterstützt in Brasilien (Bundestaat Acre) Living Gaia e.V. bezüglich des Landkaufes „Siringal Iracema Part B, 6.800 hectares of which is about 160 ha deforested campo”. Der (durch Viehzucht) vernichtete Bereich soll wiederbewaldet werden. Das Gebiet grenzt im Süden an ein Staatliches Indigenen Territorium, das, von in freiwilliger Isolation lebenden Völkern genutzt wird. Durch den Erwerb für die Huni Kuin wird der Verbund der in der Region vorhandenen indigenen Gebiete verbessert, und das Land somit vor naturzerstörenden Privatinteressen geschützt.

Die in der Karte eingezeichnete rechte orange Fläche soll gekauft werden.

Die Huni Kuin sind derzeit davon bedroht, dass die damals demarkierten Gebiete viel zu klein, die Wasser- und Lebensmittelgrundlage immer knapper werden und es um sie herum bzw. auf dem Weg zu ihnen viel Farmland (Rodungen, Verunreinigung des Flusses, Zerstörung der umliegenden Flora und Fauna) existiert.

RdN unterstützt das Projekt seit 2020.

Bitte unterstützen Sie das Projekt (Spendenkennwort: „Huni Kuin“).