Projekte in Amerika

RdN hat sich unter anderem für Parintintin und Yña eingesetzt, half den fast erloschenen Mequens, ihr Wissen zu bewahren. Wir klagen die Weltbank und den IWF an, mit den von ihnen finanzierten Straßenbau- und Umsiedlungsprojekten (Polonoreste) weite Teile des südlichen Amazonasgebietes in Brasilien vernichtet zu haben. Gleiches soll nun durch diverse gigantische Staudammprojekte erfolgen. Belo Monte am Rio Xingu gehört auch dazu. RdN reiht sich deshalb in die Riege des Widerstandes gegen das Vorhaben ein, welches nachhaltig Lebensräume und indigene Gemeinschaften schädigt.

Sprachenrettung, St. Vincent und Grenadinen Garifuna Language Retrieval Projekt Das Volk der Garifuna wurde auf der Karibik-Insel St. Vincent „geboren“. Die Tragik des Schicksals führte vor der kolonialen Eroberung afrikanische Sklaven mit den dort lebenden Kalinago-Indianern zu einander. Durch diese inter-Ehe entstand ein neues Volk, dass der Garifuna (früher als „Black Caribs / Schwarze Kariben“ bezeichnet) im Unterschied zu den Kalinago („Gelbe Kariben, die ursprünglichen Bewohner ….“). Beide Ethnien sprachen die gleiche Sprache, die ihren Ursprung primär in der Verschmelzung von der auf der Insel lebenden Arawak (Igñerie-Sprache) und den aus Südamerika nachrückenden caribsprachigen Kalihna (Galibi) hatte. Es spricht für sich, dass die UNESCO diese besondere Sprache, Tanz und Musik der Garifuna im Jahr 2001 als ein Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit anerkannt und 2008 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen hat. Es war ein sehr langer, dramatischer und entbehrungsreicher Weg, den diese Menschen gehen mussten, um diese Anerkennung zu erfahren.

DSC_0225 Die Geschichte der Ureinwohner auf St. Vincent ist gezeichnet von Genozid, Deportation und Kulturverlust. Doch der Wille ist da, Sprache, Musik und Tanz wieder zu lernen. In mehrwöchigen Workshop soll mehr als 100 indigene Kindern ihre Sprache wieder gelehrt werden. Der Garifuna-Künstler James Lovell hat eine Methode entwickelt, die Kinder mit Hilfe von traditioneller Musik (Trommeln) zu unterrichten und ihnen ihre fast schon vergessene Sprache auf eine ganzheitliche Art und Weise nahe zu bringen. Wir bitten um Spenden (Kennwort: Garifuna Sprache). PROJEKTBESCHREIBUNG (PDF)

Unterstützung “ The Callinago Tribe“, St. Vincent und Grenadinen Augustine Sutherland (www.sardoscs.com) ist Angehöriger der indigenen Minderheit und Chief von „The Callinago Tribe“ (Foto), die versucht einiges aus dem Lebensstil der Vorfahren wieder zu beleben. Black Callinago Worriers Dazu Augustine: „Ziel ist der Aufbau eines Caiou. Dieses wird benötigt, um traditionelles Handwerk und Nahrungsmittel erlebbar zu machen. Wir möchten zudem ein traditionelles Kanu bauen, brauchen dafür aber Mittel, um einen großen Baum in den Bergen zu erwerben. In der Woche vor dem 14. März 2014 wird es  eine Auftaktveranstaltung im Big-Sand in Sandy Bay, als Teil unserer Feier zum show-case/Erleben der Kultur des Callinago Stamms geben. Das wird unsere erste Dokumentation mit Tanz, Trommeln, Schock-Schocks, Tambourines und Zubereitung von Speisen, um zu zeigen den jungen und alten Teil des Callinago Lebensstils. Dieses wird dann auch in anderen Dörfern gezeigt werden.“

  Caicou2 DCIM100GOPRO Bau des Caiou, Dez. 2013 (PDF  0,86 MB) Fotos: Caiou  Projekt Kanubau, Jan. 2014 (PDF 1,6 MB) Fotos Kanu Projekt
 7 KanuausbauBeste Grüße, Sardo

17.03.2015: Greetings from the Kalinago Tribe. The Canoe is finished. Best regards and many thanks

Sardo

Kanu fertig23.07.2015: Grüße vom the Kalinago Tribe. Wir planen, dass im nächsten Jahr das Kanu zu Wasser gelassen wird, wenn die finanziellen Mittel vorhanden sind. Ein Spendenaufruf  ist gestartet. Das Kanu soll nach Barrouallie (Leeward-Seite der Insel) gebracht werden, um dann von dort nach Kingstown zu paddeln. Der Transportaufwand wird  auf 5.000 EC$ (z.Z. ca 1.680 €) geschätzt.

RdN hat 2013 – 2016 die Projekte Caiou und Canoe bisher, Dank Ihrer Spenden, mit 5.200 € unterstützt. Eines der Ziele von FdN ist die Wiederbelebung traditioneller Kultur. Der Callinago Tribe konnte in 2016 auch die letzte Etappe des Kanu-Projektes erfolgreich meistern. Am 21. März 2016 wurde das Boot getestet und erfolgreich die „Jungfernfahrt“ von Lawman`s Bay nach Kingstown absolviert. Der örtliche Fernsehsender hat darüber berichtet: SVGTV NEWS MARCH 21 2016 – YouTube

 

Dringend! Lebensraumerhalt für die letzten Ayoréode-Waldindianer, Paraguay

Die Situation der Ayoreode: Verschiedene Gruppen der Ayoreode (Ayoreo) gehören zu den letzten noch isoliert lebenden Völkern (Aislados / Isolados) in Südamerika außerhalb Amazoniens. Ihre Heimat ist der nördliche Gran Chaco, heute Staatsgebiete Paraguays und Boliviens. Infolge zunehmender Lebensraumvernichtung durch Wirtschaftsinteressen besteht akute Bedrohung für das Überleben dieser „Nomaden der Wälder“ (s. a. Buch und Video „Gran Chaco – Die Wildnis stirbt“ von uns unter: Medien (Bücher, Filme). Geschichte /Situation der Ayoreo (PDF 4,78 MB):   Der Fall AYOREO

Karte „Ayoreos ohne Kontakt“ (AISLADOS), UNAP/IAM März 2009  KARTEGruposAyoreoAisladosMarzo09 H51-2009Grüne Flächen: Schutzgebiete (Nationalparke, Private Schutzflächen) Rote Flächen: Gebiete mit Bestätigung des Aufenthaltes von Aislados-Gruppen orangegelbe Fläche: Gebiet des bestätigten Aufenthaltes (Info GAT vom Okt./Nov. 2008) blassorangegelbe Flächen: Wandergebiete isolierter Gruppen (Aislados)
Uejai beim JaguarTanzUejai beim Jaguartanz. Er starb 1979 in der New Tribes Mission an Grippe (Foto: Walter Regehr)

Die Öffentlichkeit ging davon aus, dass nur Angehörige der Ayoreo-Lokalgruppe der Totobiegosode der komplexen ethnischen Gebietssäuberung und Deportation in die Missionsstationen entgangen waren (Bolivien: vor 1960, Paraguay: 1962 – 1972). Das ist falsch! Die Daten der IA (Iniciativa Amotocodie) und UNAP (Union der Ureinwohner Ayoreo von Paraguay) belegen, dass insgesamt sechs Ayoreo-Gruppen ohne Kontakt zur kolonisierenden Gesellschaft den gesamten Raum nördlich der Mennonitenkolonien Paraguays bis nach Bolivien hinein durchstreifen. Es handelt sich dabei um etwa 50 – 120 Personen. Nur eine dieser Gruppen sind Totobiegosode, alle anderen isoliert lebenden Gruppen sind Angehörige nicht identifizierter anderer Lokalgruppen.

Unterstützung der INICIATIVA AMOTOCODIE (IA) Die IA (www.iniciativa-amotocodie.org) setzt sich für den Schutz aller isolierten Ayoreo-Gruppen von Paraguay durch Monitoring / Gebietskäufe außerhalb der Landforderung der Totobiegosode ein. Das Engagement der IAM umfasst den gesamten nördlichen Chaco von Paraguay (Departamentos Boqueron sowie Alto Paraguay). Amotocodie Fahrspur H45-2008 Amotocodie Landkauf H46-2008  

AMOTOCODIE – durch Fahrspur geöffnete Waldlandschaft (li.);  Luftbild: Gebietskauf 2003/4

Übersicht über die Gebietskäufe der IAM, die alle an die UNAP übergeben wurden: 2003/4: 3.700 ha Waldland in der Region Amotocodie (Puniè Paesoi) 2008: 8.000 ha Waldland angrenzend an den Nationalpark Médanos del Chaco. Habitat einer bis zwei der isoliert lebenden Ayoreo-Gruppen und Schnittstelle der Gebiete der Ayoreo-Lokalgruppen der Atetadiegosode, Tiegosode und Ducodegosode. 2009: 1.800 ha in der Region der Medanos, wo sich eine Gruppe im Gebiet aufhält. 2010: Waldfläche von 2.000 ha, unmittelbar neben der 2009 gekauften Fläche. Puniè Paesoi ist traditioneller Lebensraum und Aufenthaltsort von Totobiegosode. Es ist vom Staat als Schutzgebiet „Naturreservat Erbe Ayoreo Puniè Paesoi“ ausgewiesen. Dazu Mateo Sobode Chiquenoi, seinerzeit Präsident von UNAP: „Puniè Paesoi ist etwas, was man nicht schützt, weil andere es sagen, dass sie es schützen. Man schützt es, weil dort Menschen wohnen, die es ermöglichen, dass der Ort weiter lebt.“ Auszug aus der Mail der IAM, 2011: „… Schließlich danken wir dem Verein FdN auch sehr für die erneute Unterstützung. Wir werden Ihre Beiträge wie immer für Kosten der Schutzmassnahmen der gekauften Landstücke einsetzen, also immer im Zusammenhang mit den Landkäufen.“ Benno Glauser, Coordinador General Iniciativa Amotocodie

HINWEISE: in den 80ern wurde staatlicherseits  CHOVORECA mit 20.000 ha für die Ayoreo-Garaygosode gesichert. Chovoreka ist Aufenthaltsort einer Ayoreo-Aislados-Gruppe. 2006 kam Ijnapui mit 3.126 ha sowie Cuyabia (2014) mit 25.000 ha hinzu. Beide sind Habitat von Ayoreo-Aislados.UNAP markiert NPMadrejón, Chaco Paraguay, 14. Januar 2007: UNAP markiert den Nationalpark „Defensores del Chaco“ um den Cerro Leon als Gebiet ihrer Vorfahren: ODOCUBUI (Quelle: EL Caso AYOREO)

Unterstützung der Landforderung der Ayoreo-Totobiegosode Der Landerwerb zu Gunsten der Ayoreo-Lokalgruppe der Totobiegosode erfolgt in Zusammenarbeit mit den beiden Vereinen zur Unterstützung indianischer Landforderungen e.V. (Schweizer Sektion: c/o Dr. Rolf Scheibler, Lindenstraße 3, CH-4433 Ramlingsburg /Schweiz, Deutsche Sektion: Zwischen den Wegen 6, 79591 Eimeldingen) und wird in Paraguay über die Nichtregierungsorganisation GENTE AMBIENTE Y TERRITORIOG (GAT) realisiert. Hintergrund: 1993 forderten die gewaltsam durch die New Tribes Mission aus dem Wald in die Mission verschleppten Totobiegosode-Gruppen 550.000 ha ihres geraubten, auf 2,8 Millionen Hektar geschätzten Heimatgebietes vom Staat zurück. Das Forderungsgebiet liegt östlich der zentralen Erschließungsstraße Tte. Montania – Madrejon. Die Totobiegosode begründen ihre Landforderung, die 1993 vom Staat anerkannt wurde, wie folgt:

  • Verhinderung der gewaltsamen Kontaktierung und Verfolgung ihrer Verwandten
  • Soziopolitische Stärkung ihrer Gemeinschaft
  • Verbesserung ihrer Lebensbedingungen
  • Langfristige Sicherung ihres Lebensunterhaltes
  • Verhinderung der Abholzung des Waldes

1997 gab der Staat ihnen eine Fläche von 26.000 ha zurück. Weitere folgten. Die Aktivitäten des Staates sind ungenügend bezüglich der Landübertragung an die Totobiegosode sowie Verfolgung/Verhinderung der Rodungen durch die in Privateigentum befindlichen Ländereien. Aufgrund dessen bedarf es dringend der Unterstützung aus dem nichtstaatlichen Bereich. FdN hat den Landerwerb „Nordteil der ehemalige Estancia San Antonio“ (30.000 ha), das 2008 abgeschlossen und an die Totobiegosode übereignet wurde, unterstützt. Gegenwärtig steht der Erwerb der Waldgroßparzelle 7 an, die eine „Verbindung“ zwischen den gesicherten Flächen der Waldblöcke 1 und 2 besitzt. Stand 2012: 140.600 ha bisher gesichert. KARTE Landforderung mit Kerngebiet Dez. 2011 H60-2012 DETAILPLAN Kerngebiet H57-2011            Detailplan (rechtes Bild) Kerngebietsparzellen: 5, 4, 8A, 6, 8, 7, 9, 10, 1, 2, 3, 14A Die Parzellen 1, 2, 3, 4, 6 sind den Totobiegosode überschrieben. Parzelle 7: Eigentümer C. Casado Die Parzellen 8A, 9, 10 sind möglichst bald zu erwerben, um das Kerngebiet zu sichern. KARTE, li.: LANDFORDERUNG (Quelle: OPIT / SEAM / Ministerio Pùblico / GAT); Kerngebiet: FdN /B. Wegener) Karte DETAILPLAN, Verein zur Unterstützung indianischer Landforderungen e.V., c/o Dr. Rolf Scheibler/Schweiz, im November 2010

2016 wurde ein Kontrollposten im Grenzgebiet zwischen den Parzellen Gorostiaga Nord und Gorostiaga Süd, ungefähr 8 km entfernt von der Ostgrenze der Pazellen wegen illegaler Rodungen errichtet.

Waldland San Antonio N. H48-2009Aregedeurasad e Familie H48-2009  Foto, li.: gesichertes Waldland bei CHAIDI, Foto; re.: 2004 durch Rodearbeiten aus dem Wald gezwungene Verwandte der Totobiegosode in CHAIDI.

Rückblick: Die ersten Bemühungen von Freunde der Naturvölker zum Schutz der Waldindianer der Ayoreo entstanden im Zuge der RdN-Südamerikareise von 1998. Im Juli 2008 reiste wieder ein RdN-Team nach Paraguay und besuchte die Iniciativa Amotocodie, GAT sowie Ayoreo-Dörfer der Lokalgruppen der Guidaigosode und Totobiegosode. Die Reisen waren privat finanziert. Damit den frei lebenden Ayorèo ihr Wildbeuterleben erhalten bleibt, unterstützt RdN die Projekte der Landsicherung von IA / UNAP (2006 – 2016: 71.150 €) und für die Totobiegosode (2003 – 2016: 86.450 €). Wir bitten um Spenden für die Projekte von IAM sowie GAT (Kennwort: „Ayoreo“ bzw. „Waldkauf“). Alle Spenden werden in vollem Umfang an die Projekte weitergereicht.

 

Unterstützung Nivacle, Paraguay  Die Nivaclé (Chulupi) sind heute die größte indigene Gemeinschaft im Chaco. Laut der Volkszählung von 2002 gibt es 14.882 Nivaclé Indianer in Paraguay, zumeist in den Verwaltungsbezirken Boqueron sowie Presidente Hayes. Nivaclé gehört zur Matacoan-Sprache, welche in Paraguay ca. 8.400 Sprecher hat.

Pubertet-TanzH63-2012 Pubertätstanz mit Hirschhufrasselstäben  (Foto: Gr. Völkerkunde/Bd. III) 

Projekt „Reaktivierung der territorialen Erinnerung der Nivacle“ Das Projekt „Recuperación de la Memoria Territorial Nivacle“ wird von der paraguayischen NGO Tierra Libre (www.tierralibre.org.py) betreut. In den Nivacle-Gemeinden besteht großes Interesse an der Dokumentierung und Aufarbeitung des ethnohistorischen und ökologisch-kulturellen Wissens. Es ist auch eine Notwendigkeit zur Durchsetzung / Rückgabe des ihnen geraubten Landes. Bericht 2016 fuer FdN                                                                               

PDF: Nivacle-Projekt   PDF: Powerpoint-Presentation Tierra Libre fuer FdN 25.6.16

Situación de Tierras Nivacle 2012 In der Karte sind einerseits die Gemeinden ohne Besitztitel und andererseits die Gemeinden mit Besitztiteln (entsprechend dem Grad der Erfüllung der rechtlichen Norm des Gesetzes 904) ausgewiesen. Es wird sichtbar, dass von den insgesamt 26 Gemeinden nur die fünf grün gekennzeichneten Gemeinden über die für den Chaco gesetzlich vorgesehene minimale Landmenge verfügen. Zusätzlich ist in der Karte in *Braun* der aktuelle Landbesitz der Gemeinden und in *Gelb* der offiziell angemeldete Landanspruch der Gemeinden gekennzeichnet. Im Falle der Gemeinde Abundancia verschwindet der Landbesitz von nur 50 ha wegen des kleinen Maßstabs der Karte (der auf das Format A 4 zugeschnitten ist) hinter dem Punkt, der den Standort der Gemeinde bezeichnet. Im Zusammenhang mit unseren Arbeiten zur Abgrenzung des traditionellen Territoriums der Nivacle schätzen wir, dass dieses Territorium früher ca. 8,6 Mio. Hektar umfasst hat. Dies bedeutet, dass die Nivacle gegenwärtig nicht einmal über 2 % ihres früheren Territoriums verfügen. Wir konnten seit 2012 die Projektdurchführung mit 26.200 € (31.12.2016) unterstützen. RdN bittet um diesbezügliche Spenden (Kennwort: „Nivacle“). 

AYOREO: Naturkundeprojekt für die Kinder der Totobiegosode Der Chaco ist nach dem Amazonasgebeit die zweitgrößte Waldlandschaft in Lateinamerika. Die Ayoreo-Totobiegosode sind Ureinwohner des paraguayischen Chaco, nomadische Sammler und Jäger. Sie wissen die Naturressourcen schonend zu nutzen. Unter den harten Bedingungen können sie nur solange überleben, wie der Wald erhalten bleibt. Zwei Gruppen von ihnen lebten zehn Jahre unfreiwillig in der evangelischen Missionsstation der New Tribes. Jetzt leben sie auf ihrem eigenen Land – deren Erwerb RdN unterstützte – in zwei Dörfern „Arocojnadi“ und „Chaidi“ unter eigener Führung mehr oder weniger nach ihren Traditionen.

Chaidi Schule H50-2009etc.Chaidi Kinder H50-2009 Fotos CHAIDI, li.: Schule/Radio- und Gesundheitsstation;  re.: Kinder der Totobiegosode bei der Walderkundung

Jedes Dorf hat eine Schule, in der junge Lehrer aus der Gemeinschaft den Kindern Schreiben und Rechnen beibringen. Doch die älteren Ayoreo besitzen wertvolles Wissen über die Natur des Chaco, das bei den jungen Leuten bereits in Vergessenheit gerät. So entstand der Wunsch, dass die Älteren der jungen Generation ihre Erfahrung und ihren Wissensschatz weitergeben sollen. Regelmäßig unterrichtet eine erfahrene Person die Kinder im traditionellen Wissen von Natur und Kosmos. Leider litt das Selbstvertrauen der Totobiegosode unter dem jahrelangen Einfluss der Missionare; sie wagen den Wert ihres Wissens nicht zu schätzen. Deshalb ist eine Bezahlung für die LehrerInnen wichtig. Sie erhalten für den Unterricht den paraguayischen Mindestlohn von € 7,-/Tag. Die Unterrichtsinhalte werden von den Dorflehrern aufgenommen, protokolliert und überarbeitet. Aus dem Material wird eine CD oder ein Buch entstehen. Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre (2009-2012) geplant. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Projektinitiatorin und -koordinatorin Karin Albers mehr>>. RdN hat das Projekt mit 1.000 € unterstützt.

Um die Öffentlichkeitsarbeit zu erhöhen, wurde 2015 das Filmprojekt „KEINE ZUKUNFT OHNE VERGANGENHEIT – die Ayoreo, Ureinwohner des Chaco“ von Karin Albers mit 1.055 € gefördert.