Hadzabe, Tansania

Landrechte für die Hadzabe, Tansania

Jäger H48-2009
Foto: Hadzabe schauen nach Jagdwild

RdN arbeitet seit über 25 Jahren mit den Hadzabe zusammen, den letzten Buschmännern Tansanias sowie Ostafrikas. 1991 – 2001 holte RdN – damals noch FdN – als `Wilddiebe` gefolterte Stammesjäger der Hadzabe, die auf ihrem traditionellen Land gejagd hatten, aus Gefängnissen und stand dem Wildbeutervolk gegen Zwangszivilisierung und Seßhaftmachung bei (u. a. FdN-Kampagne mit GfbV e.V.: 2001). 1997 gelang es erstmals, dass ein Vertreter der Hadzabe in Genf bei der UN für Indigenenfragen die traditionelle Existenz seines Volkes gegen Ansiedlung, Landraub und Missionierung verteidigte. 2007 startete FdN eine erneute Kampagne für die Hadzabe gegen den drohenden Verlust eines großen Teils ihres Stammeslandes durch ein ausländisches Safari Unternehmen. Die Kampagne hatte im November 2007 zum Erfolg geführt. 2008/9 unterstützen wir die Hadzabe mit Schulgeld, weil deren Kinder in die Schulen nach Mangola und Longido müssen.

Camp der Hadzabe
Camp der Hadzabe

Zwischen 2011 und 2019 38.810 ha Stammesland seitens der Regierung den Hadzabe übereignet. Es ist das erste mal, dass in Tansania an ein Jäger- und Sammlervolk Landrechte vergeben wurden. Dazu Daudi vom DOROBO FONDS (www.dorobofund.org): „Es ist jedoch ein Kerngebiet, das sie kontrollieren können. Sie nutzen auch Gebiete, die früher ihre waren, aber nun von anderen Völkern besetzt sind. Der Landdruck von anderen ethnischen Gruppen ist extrem, obwohl aus historischer Sicht die Hadzabe die Kontrolle haben sollten über ein viel größeres Gebiet. Das (nun) übereignete Land ist sehr wichtig und ein großer Schritt. – Wir hoffen auf Vergrößerung und wollen dieses Jahr damit beginnen, und damit hoffentlich Ende nächsten Jahres die Gebietserweiterung abschließen zu können. Das braucht finanzielle Mittel, Akteure, die das politisch umsetzen.“

RdN unterstützt die Hadzabe über finanzielle Zuwendungen an die NGO Ujamaa Community Ressource Team, die die Landrechte über Landnutzungsplanungen klären  und damit für das Überleben der Hadzabe-Kultur wirken. Mit den Community-Landrechten wird Landgrabbing verhindert, Natur- und Umweltschutz gefördert und die Eigenständigkeit der Indigenen und ihrer Kulturen erhalten. 

Nutzungs- u. Landrechte, Stand 2018
RdN-Kostensumme seit 2012 für das Projekt: 48.632 € (31.12.2019)
RdN bittet um diesbezügliche Spenden. (Stichwort: „Hadzabe“).