Archiv der Kategorie: Filme Brasilien

Munduruku, Arte: Amazonien Undercover

“Die Indios gehören der Vergangenheit an. Die Aborigines gehören der Vergangenheit an. Aber am Ende sind sie vielleicht diejenigen die überleben. Oder besser gesagt: Ihre bescheidene und respektvolle Lebensweise, die den Menschen nur als kleinen Teil eines großen Ganzen definiert. Vielleicht wird diese Lebensart die einzig Fortbestehende sein. Es ist denkbar, dass die Überlebenden des Untergangs der großen westlichen Zivilisation die allgemein gültig geworden ist, dass diese Menschen, diese Völker, diese Kulturen unsere Zukunft sind und nicht unsere Vergangenheit. Wir können so viel von ihnen lernen und nicht umgekehrt, wie wir uns oft einbilden. Wir zivilisieren die Indios, dabei müssten sie uns zivilisieren. In meinen Augen sind die brasilianischen Indios von grundlegender Bedeutung für unsere Identität. Denn was uns zu Brasilianern macht, was uns abhebt von dieser Lebensform, die den Planeten zerstört, das uns in die Lage versetzt, uns eine andere Zukunft für Brasilien vorzustellen, ist die Tatsache, dass es in unserem Land noch Menschen gibt, die intelligent leben(Eduardo Viveiros de Castro).

Das weiß ich schon mein Leben lang, doch leider bin ich kein Anthropologe sondern nur ein einfacher Mensch ohne Titel, der versucht ein paar Leute von Instagram, Facebook, Amazon oder Netflix auf diese Seite zu locken, um wenigstens den (nicht? äh jetzt bin ich verwirrt) intelligenten Menschen Gehör zu schenken 😉 .

“Man hasst die Indios nicht nur weil sie Raum einnehmen.

Man hasst sie wegen des unbändigen Tieres, das ihnen innewohnt.

Es ist ihre Farbe wie modellierte Bronze. Die Präzision mit der ihr Pfeil die Beute tötet. Ihre weitreichende Geste, die den Fluss umarmt. Ihr Gefallen daran Federn zu streichen und ihren Kopfschmuck zu fertigen.

Man hasst die Indios wegen ihres lautlosen Gangs, der Flinkheit ihrer Bewegungen, wegen der edlen Abstammung ihrer dem Sonnenlicht entgegen strebenden Körper.

Was man an den Indios hasst, ist die Sonne.

Man hasst den Baum an ihnen.

Man hasst den Fluss an ihnen.

Man hasst ihre Nähe zum Leben.

Was man an den Indios hasst ist das Fortbestehen der Kindheit.

Was man an den Indios hasst ist die wahre Freiheit.”(Reynaldo Jardim)

Wir unterstützen eine Mundurukugemeinde (Ascom Wakoborun) beim Wiederaufbau ihres durch Holzfäller/Minenarbeiter verwüsteten Gemeindezentrums!

Kaiowá: Zeremonie gegen Covid 19.

Am 19.12 hielten die Kaiowá eine Zeremonie gegen Covid 19 ab. Der erste Teil in kleinerem Kreise begann zum Sonnenaufgang am frühen Morgen. RdN unterstützte die Gemeinde um Dona Alda und Getulio Juca bei der Finanzierung von Hygiene Artikeln, Verpflegung und Transportkosten angereister Schamanen. Es war den Guarani sehr wichtig, dass weitere Schamanen an diesem Ritual teilnehmen, damit die Energie gegen die Pandemie größer ist.

Quelle: https://www.midiamax.com.br/cotidiano/2020/rezadores-indigenas-fazem-ritual-para-afastar-coronavirus-das-aldeias-de-ms Einzug ins Gebetshaus am frühen morgen

Christliche (Segnung mit Wasser) und uralte Traditionen werden vermischt.

Zeremonie im Ongusu (Gebetshaus)
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Unterstützung für Guarani Nhandéva

Neben den Guarani Kaiowá in Jaguapiru unterstützen wir nun eine weitere indigene Gemeinde im brasilianischen Staat Mato Grosso do Sul. Im Mato Grosso do Sul gibt es keinen Regenwald mehr. Das Land ist öde und die Erde wird immer unfruchtbarer, die Abholzung des Regenwaldes hat ein autarkes Leben unmöglich gemacht. Pirajuí ist ein kleines Dorf und liegt direkt an der Grenze zu Paraguay. Máximo Valesque, der selbst vom Volk der Guarani Nhandéva ist und nun der kleinen Gemeinde vorsteht, ist in sein Dorf zurückgekehrt. Er schilderte uns per Whatsapp, dass ein evangelikaler Missionar großen Schaden in Pirajuí angerichtet habe und die Kultur der Guarani deshalb vom Aussterben bedroht sei.

Máximo Valesque mit seiner Familie

Maximó möchte mit unserer Hilfe dafür sorgen, dass die Kultur/Sprache der Guarani erhalten werden kann. Wichtiger Bestandteil ist wie bei den Kaiowá das Gebetshaus. Dort treffen sich die Guarani und feiern viele heilige Feste, von denen wir im weiteren Verlauf berichten werden.

Eduardo Santos ist vom Volk der Guarani Nhandéva im indigenen Dorf Pirajuí (Brasilien).

Während des Videos deutet er auf ein Loch im Gebetshaus, welches dringend ausgebessert werden muss.

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Aktuelles über Kaiowá-Projekt

Wir haben einen Film über den Wiederaufbau des abgebrannten Gebetshauses (“Ongusu”, in der Sprache Guaraní) der Guarani-Kaiowá in Dourados auf Youtube gestellt:

Wiederaufgebautes Ongusu

Vielen Dank (Muito obrigado) an Prof. Neimar Machado Sousa (https://neimarmachado.blogspot.com/) der mit uns die Hilfen vor Ort koordiniert und uns das Videomaterial zur Verfügung gestellt hat. Wir freuen uns sehr, dass die Wiedereinweihung des Hauses für den 19.4.2020 geplant ist. Derzeit ist die Gemeinde wegen des Coronavirus gegenüber außen abgeschottet, um eine Infizierung der Mitglieder zu vermeiden.

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