Kumaruara: Demarkierung ihres Gebietes im Amazonas-Regenwald

In der Region Baixo Tapajós im Bundesstaat Pará hat in den letzten 30 Jahren die Territorialisierung indigener Völker zugenommen, die sich in ihren traditionell besetzten Gebieten behaupten. Doch es gibt weiterhin etliche Gemeinschaften, die keinen Status als Indigene haben oder deren Gebiete keinen ausreichenden Schutz haben. So sind von den Tupinambá, Arapium, Jaraqui, Tupaiú, Tapajó, Arara Vermelha, Cara Preta, Maytapu, Munduruku, Borary, Apiaka und Kumaruara, die im unteren Tapajós Gebiet leben, die meisten bislang nicht anerkannt.

Die Kumaruara wollen selbstbestimmt ihr Territorium schützen. Die meisten Kumaruara leben in der RESERVA Extrativista (Sammelreservat) Tapajós-Arapiuns – aber haben sonst weiter keinen Territorialen Schutz. Es sind ungefähr ca. 400 Menschen, die dort in vier Dörfern wohnen. Deshalb wollen die Kumaruara als politischen Akt ihr Gebiet selber demarkieren, damit es als TERRITÓRIO INDÍGENA (TI) zugelassen und registriert wird, da dieses einen deutlich stärkeren Schutzstatus beinhaltet. Es gibt schon die GPS-Punkte, aber sie sind bislang weder demarkiert (physische Vermessung und Abgrenzung des indigenen Territoriums getreu den Angaben des Ministerialerlasses), geschweige denn homologisiert (Präsidentenbestätigung per Dekret) und registriert (durch FUNAI). Das Projekt wird über FAOR (Fórum da Amazônia Oriental), eine brasilianische NGO mit Sitz in Belém (Bundesstaat Para), unterstützt.

RdN unterstützt seit 2020 das Projekt.

Das Gebiet (gelb) ist in der Mitte zwischen den Zentren Manaus (rot) und Belem (braun)
Übergabe von Ausrüstungen zur Demarkierung im Dorf Solimoes (FAOR)

Bitte unterstützen Sie das Projekt (Spendenkennwort: „Kumaruara“).