Category Archives: Allgemein

(Deutsch) Erneuter indonesischer Militärangriff im Hochland von West-Neuguinea

Google ÜbersetzerSofortübersetzung deaktivierenMaximale Anzahl der Zeichen überschritten5000/500024 Zeichen über dem Maximum von 5000:werden.“ Bernd WegenerThe western part of the second largest island of New Guinea, which borders on the much more famous Papua New Guinea, provokes international headlines every few years when an unknown ethnic group is “discovered” or American professors of Papua rebels of the OPM (Organisasi Papua Merdeka (OPM) a free Papua) are killed, as happened in 2002. Continue reading (Deutsch) Erneuter indonesischer Militärangriff im Hochland von West-Neuguinea

Infoheft „Naturvölker“ Nr. 86, August 2018, 27. Jahrgang

Themen: Ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins „Rettet die Naturvölker” e.V., 2018; Information zur Datenschutz-Grundverordnung; Regierungswechsel in Malaysia – Hoffnung für die indigene Bevölkerung, den Orang Asli?; Gua Musang: Keine weiteren Holzeinschlaggenehmigungen!; Info aus dem Hadza-Land; Mord und Kriminalisierung indigener Aktivisten weltweit!; Vereinsarbeit und Fundraising – wie soll es mit RdN weitergehen?

Download Heft 86 PDF (3,5 MB)

Malaysia: Gua Musang – Keine weiteren Holzeinschlaggenehmigungen!

Blockade Cawas, Gua Musang

Awis a/l Asu: „Seit 2016 haben wir die Blockade viermal errichtet. Als wir sie aufgebaut hatten, kam die Forstbehörde und zerstörte sie wieder. Wir wurden inhaftiert, trotzdem haben wir danach unsere 2. Blockade gebaut. Auch die wurde zerstört. Also bauten wir die 3. Blockade, welche auch wieder zerstört wurde. Aber wir hielten durch mit unserer 4. Blockade bis jetzt. Continue reading Malaysia: Gua Musang – Keine weiteren Holzeinschlaggenehmigungen!

Malaysia: Regierungswechsel – Hoffnung für die Urvölker?

von RdN, 15.05.2018

Das Regierungsbündnis UMNO des Premier Najib ist abgewählt worden. Vorläufiger Ministerpräsident wird Dr. Mahathir Mohammed. Dr. M. – wie er in Malaysia genannt wird – war schon einmal Premierminister. Er hat eigentlich das korrupte System, das zu zerschlagen er jetzt angetreten ist, mit aufgebaut. Der schon 92jährige und erstaunlich rüstige Dr. Mahathir Mohammed wird gefeiert wie ein Popstar. Zeitungen Südostasiens sprechen von einem Tsunami, der über das Land fegt.

Der bisherige Premier, Najib, ehemals politischer Ziehsohn Mahathir Mohammeds, ist in die Unterschlagung von ca. 4 Milliarden (!) Euro staatlicher Gelder verwickelt, von denen man 700 Millionen auf seinen Privatkonten fand. Er darf das Land nicht verlassen.

Das jetzige Regierungsbündnis hat den Orang Asli große Versprechen vor der Wahl gemacht und sich die Sicherung der Landrechte der Ureinwohner Malaysias auf die (Wahlkampf-) Fahnen geschrieben.

 Angehörige der negritoiden Batek

Mitte Juni wird die Regierung neu gebildet und die Minister neu ernannt. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens ein Teil der den Orang Asli gegebenen Wahlversprechen umgesetzt wird.

Die Kooperationspartner von RdN in Malaysia, Jef und Shafie vom Indigenen Netzwerk JKOAP sind derzeit in den abgelegenen Dörfern Pahangs unterwegs um die Bevölkerung für den Kampf um ihre Landrechte zu motivieren und Kartierungsarbeiten zu organisieren. Diese Arbeit ist langwierig und schwer. Viele Indigene haben die Hoffnung schon aufgegeben. Die Arbeit von Jef, Shafie und RdN ist es, den Menschen ihre Hoffnung zurück zu geben und zur Kartierung ihres angestammten Siedlungsgebietes zu bewegen. Dazu sind häufig mehrere Besuche in einer Siedlung notwendig. Denn es sollen sich so viele Bewohner wie möglich an der Erkundung ihres Territoriums und dem Erheben von Daten für die Kartierung beteiligen. So entsteht wieder eine Verbundenheit zur eigenen Geschichte und Kultur.

„Rettet den Regenwald“ und „RdN“ hatten vor gut einem Jahr eine Petition gegen den Holzraub und die Vernichtung der Rergenwaldgebiete des indigenen Volkes der Temiar in Kelantan initiert. Die Temiar hatten damals mit wochenlangen Blockaden die Zufahrt-straßen der Holzfäller zu ihren Urwäldern gesperrt. Die Blockaden sind vom Staat gewaltsam aufgelöst worden und viele Temiar wurden inhaftiert,

Mehr als 200.000 Menschen haben im Laufe der Zeit diese Petition unterzeichnet. Die Petition wird nach der Regierungsneubildung den entspre-chenden staatlichen Stellen übergeben werden, um die Forderung der Orang Asli nach Einhaltung ihrer gesetzlich festgelegten Rechte zu unterstreichen und die Regierung an ihre Wahlversprechen zu erinnern. 

Arne Salisch

Infoheft „Naturvölker“ Nr. 85, Mai 2018, 27. Jahrgang

 

Themen: In eigener Sache; Ayoréo-Aislados, Bericht Teil II: Die Anwesenheit der in Isolation lebenden Ayoreo an der Grenze zwischen Paraguay und Bolivien; Malaysia: Der Kampf der Jah Hut um Landrechte geht weiter!; Angriff auf den Amazonas: Mine Belo Sun in Volte Grande im Herzen des brasilianischen Amazonasgebiets; Der schwere Weg der Batak von Palawan ins neue Jahrtausend; Aus unserer Post; Zur Erinnerung: RdN-Jahresversammlung 2018

Download Heft 85 PDF (2,9 MB)

Infoheft „Naturvölker“ Nr. 84, März 2018, 27. Jahrgang

Themen: Kalinago: Ohne Stammesland keine Zukunft!; Community Mapping; Landrechte für Hadzabe und Nomaden; Unsere Dörfer auf unserem Land; Die Situation der Ayoreo-Aisolados in Bolivien – Bericht 2016; Nivacle – Wenn Welten auf einander treffen; Buchvorstellung: Hinter dem Horizont; Einladung Mitgliederversammlung des Vereins “Rettet die Naturvölker e.V., 2018

Download Heft 84 PDF (2 MB)

Infoheft „Naturvölker“ Nr. 83, Dezember 2017, 26. Jahrgang

Themen: Der letzte Tanz der Akuntzu: Synonym für Brasiliens Isolados!; Wenn der Urwald auf dem Grill landet: Abholzung in Paraguay; Information über die isoliert klebenden Indianer Paraguays für 2105; Iniciativa Amotocodie: ein Dekret, das den Völkermord garantiert; Witwe von Douglas Tompkins übergab riesigen Landbesitz an Chile; Petition vom West Papua Campaign Team: Hilfe, um Völkermord in West Papua zu beenden!; Ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins “Rettet die Naturvölker e.V., 2017

Download Heft 83 PDF (4.8 MB)

Infoheft “Naturvölker” Nr. 81, Juni 2017, 26. Jahrgang


Themen: Iniciativa Amotocodie: Monitoringfahrten ins Gebiet der Vorfahren; Überleben der Kalinago Menschen: Kanuprojekt in Saint Vincent; Reise nach St. Vincent im März 2017; Malaysia: Aktion Unterschriften für indigenen Widerstand; Malaysia: Erntedank bei den Jah Hut in Kampung Sungai Mai; Die Ausbeutung der Wälder Westpapuas – Kahlschlag am anderen Ende der Welt; Landrechte für die Hadzabe (Tansania); Konflikt in Brasilien: Farmer hacken Ureinwohnern die Hände ab; Hinweis Terminänderung: Einladung Jahresversammlung 2017

Download Heft 81 PDF (12,97 MB)

Infoheft „Naturvölker“ Nr. 80, Februar 2017, 26. Jahrgang

Themen: Unser neuer Vereinsname. Rettet die Naturvölker e.V.; Die Cofan – Indigene Regenwaldbewohner des Amazonasgebietes; Widerstand in Malaysia: neue Blockaden der Temiar in Kelantan; Kontrollposten zum Schutz des Stammeslandes der Totobiegosode; Mit Richard Baalow verlieren die Hadzabe ihren großen Kämpfer; St. Vincent: Traditionelles Kalinago Dorf entsteht; Einladung Jahresversammlung 2017

Download Heft 80 PDF (4,1MB)

Infoheft “Naturvölker” Nr. 79, Dezember 2016, 25. Jahrgang

Themen: Ich sprang für den Stolz dieser Rasse in Sauteurs (Die Ausrottung der Ureinwohner auf der Antillen-Insel Grenada); Hairuna – Land of the Blessed (Land der Seligen …); Bericht über die Aktivitäten der Lokalen Gruppen zur Dokumentierung der kulturellen Erinnerung der Nivacle, Teil II; Kurznachrichten aus Malaysia; Impressionen: Indigenious Day Celebreation, Kg Berdut; 25 Jahre Freunde der Naturvölker – 25 Jahre Bewahrungshilfe; Was man tun kann Download Heft 79 PDF (9,8 MB)

Tansania: Minister bekräftigt Landrechte für die Hadzabe!

HADZABE – Positive Signale für Landrechte der Jäger und Sammler

von FdN, 31.12.2016

am 22. Dezember fand ein überaus bemerkenswertes Meeting in Sachen Landrechte für die Hadzabe statt, wie uns Daudi informierte. Nachstehend Auszüge des Berichts von Chris Schmeling:

“Ich bin gerade von einem ganz besonderen Erlebnis mit dem ehrenhaften Minister William Lukuvi zurückgekehrt, der zuständig für die Übergabe der Titel und CCROs an die Dörfer der Hadza und Datoga ist. Hier ist ein sehr kurze Re-Cap von dem, was er sagte:

  • Normalerweise kommt er nicht für die Übergabe von Landtiteln und CCROs für die Dörfer her, aber er beschloss, aus zwei Gründen heute anwesend zu sein: seinen Respekt und seine Dankbarkeit für die erstaunliche Arbeit von UCRT zu zeigen. Und anwesend zu sein, wenn spezielle Leute wie der Hadza ihre Landrechte erhielten.
  • Er betonte, dass seine größte Sorge momentan die Hadza sind, denn es geht um ihr Überleben und die Feststellung, dass ihr Land (die Voraussetzung hat), wo sich die Wildnis-Situation erholen könnte, so dass sie ihre geliebten Paviane etc. wieder jagen könnten. Damit haben die Wildlife (Tierwelt) Korridore eine besondere Bedeutung.
  • Wenn er in ein paar Jahren zurückkommt, wolle er nicht hören, dass gar ein Hektar Land der Hadzas gestört worden sei. Er stellte die Barabaig heraus und nannte sie kluge Leute, die gern in das Land der Anderen eindringen und warnte sie davor, da sie ihr eigenes Gebiet hätten und daran festhalten sollten.
  • Er verwarnte die Bezirksbeamten, um die Einhaltung aller Landrechte sicherzustellen. Bei der Übergabe der Dokumente an den Q’angdend Hadza beklagten diese sich öffentlich, daß schon einige Leute eingedrungen seien. Er bestellte die DED, um sofort und öffentlich zu überprüfen, um sicherzustellen, dass die Eindringlinge vertrieben wurden.
  • Am Ende der Rede lobte er nochmals UCRT für ihre hervorragende Arbeit und Unterstützung und ermutigte UCRT, ihre wichtige Arbeit fortzusetzen, damit die Hadza in anderen Gebieten / Distrikten Landtitel erhalten.”

 Q`angdend Hadza erhalten ihre Dokumente

Bernd Wegener

FdN unterstützt das Projekt der Landrechte. Bitte helfen auch Sie (Kennwort: HADZABE). 

 

Philippinen: Wer möchte bei Regenwaldschutzprojekt helfen?

REGENWALD DER AGTA BEWAHREN

Vom 8. März – 5. Mai 2015 war unser Mitstreiter Hannes auf den Philippinen. Hannes ist seit Jahren aktiv im FdN-Schutzprojekt DIPUNTIAN auf der Halbinsel Ildefonso (Luzon). Dort fanden vertriebene Ureinwohner der Negritos vom Volk der Agta eine neue, sichere Bleibe.

Hannes teilte jüngst zur Situation der philippinischen Negritos mit: „Die letzten Jahre habe ich dort die Eingliederung der mir bekannten Negritos in die Zivilisation beobachtet. Es ist mir bisher nicht gelungen, die Globalisierung aufzuhalten. Das einzige mich noch ansprechende Projekt erschien mir der Schutz des Waldes der Agtas im Nationalpark an der Pazifikküste (Hauptinsel Luzon). Mir wurde, wie von mir zuletzt berichtet, letztes Jahr das Nutzungsrecht für einen Küstenabschnitt (ähnlich Dipuntian) für ca. 1.000 € angeboten. Falls es ein Interesse an der Angelegenheit gibt, kann ich nähere Erkundigungen einholen. Sinn macht das nur, wenn sich tropenfeste Aktivisten mit viel Zeit und Engagement finden. Diese Gegend ist noch paradiesisch.”

F1Wir haben Hannes gebeten, nähere Erkundigungen einzuholen, unter welchen Bedingungen ein Schutzprojekt für den angebotenen Regenwaldabschnitt zugunsten dort lebender Agtas realisiert werden könnte. Die Erfahrung zum Regenwaldschutz auf den Philippinen lehrt aber auch, dass die Tropenwälder dort nur eine Chance haben, wenn engagierte Personen unmittelbar vor Ort leben, um illegale Abholzungen zu unterbinden. Auf die Aufsicht staatlicher Behörden zu hoffen, ist leider nicht immer effektiv. – Falls es Interessenten gibt, die künftig auf den Philippinen leben wollen, und auch für den Schutz von Regenwäldern und Menschenrechten wirken möchten, bitte meldet euch.

Bernd Wegener