Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist IMG-20210417-WA0042-640x1024.jpg
Eine dicke Ascheschicht bedeckt die Dächer

Im Infoheft Nr. 96 vom April hatten wir über die Katastrophe der Kalinago informiert: Den Ausbruch des Vulkans La Soufriere auf St. Vincent – Heimat der indigenen Völker Kalinago und Garifuna – informiert. Am Morgen des 9. April 2021 kam es zur erneuten Eruption. Bis zu 10 km stieß die Aschewolke in die Höhe, begleitet von herausgeschleuderten Steinen, die in den naheliegenden Siedlungen einschlugen. Besonders betroffen sind die Kalinago-Dörfer.

Liegen sie doch alle im Nahbereich des Vulkans. Es sieht schlimm dort aus. Der Vulkan ist Segen und Fluch zugleich. Verdankt doch das Eiland dem Vulkanismus seine Existenz mit einem reichen Formenschatz mit üppigen Regenwäldern, durchzogen von Bächen und Flüssen, die stellenweise imposant als Wasserfälle zu Tal stürzen. Auch das Mariaqua Valley, die fruchtbarste Region der gesamten Inselkette der Kleinen Antillen, beruht auf vulkanische Tätigkeit, denn dieses Tal ist ein eingestürzter Vulkankrater.

Zu den Schattenseiten des jüngsten Ausbruchs des La Soufriere erreichten uns von Chief Sardo Einschätzungen sowie Fotos, aber auch Videoclips. Im Fazit gab es umfangreiche Schäden, die in den Gebieten entstanden sind, in denen der Kalinago-Stamm wohnt, da sie es sind, die am dichtesten zum Vulkans siedeln. Etwa 80 Prozent der Häuser wurden beschädigt, 60 Prozent des Viehbestandes starb und der landwirtschaftliche Sektor wurde komplett zerstört.

Auswirkungen in New Sandy Bay

Aufgrund der fehlenden Staatshilfe hatten sich im September die Kalinago an uns gewandt.

Hallo Bernd,

vielen Dank für deine E-Mail. Der Kalinago-Stamm wäre für jede Unterstützung, die ihr geben könnt, sehr dankbar. Im Moment benötigen wir am Dringendsten Wasserschläuche, Schaufeln, Waschmaschinen, Planen, Nägel, 2,5-Zoll-Schrauben, Hämmer, Taschenlampen und Gebläse, um den Dorfbewohnern zu helfen.

Da wir mit der Neubepflanzung beginnen wollen, benötigen wir auch Gemüsesamen aller Art, damit die Menschen ihre Lebensgrundlage wiederherstellen und sich selbst versorgen können.

Wir danken Ihnen für Ihre anhaltende Unterstützung des Kalinago-Stammes. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, um den Dorfbewohnern zu helfen und ihnen in diesen schwierigen Zeiten Hoffnung und Hilfe zu bringen.

4.9.21, Sardo

RdN hat den Indigenen eine finanzielle Soforthilfe zukommen lassen, um notwendige Reparaturen zu ermöglichen, aber auch um Saatgut und andere dringend benötigte Hilfsgüter zu kaufen. Jede weitere Hilfe ist gern willkommen.

Wir bitten deshalb um Spenden für die Kalinago (Spendenkennwort: Kalinago Nothilfe).