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Natur- und Kulturerbegebiet Nivacle und Manju vom Pilcomayo akut bedroht durch Entwaldung

Südamerikas zweitgrößtes Waldgebiet ist der Gran Chaco – ein heißes, halbtrockenes Ökosystem, das sich vom östlichen Bolivien durch den Westen Paraguays bis nach Argentinien erstreckt. Es ist durch Trockenwälder, Palmsavannen und eingestreuten Bittergrascamps gekennzeichnet und weist eine hohe Artenvielfalt auf. Hier leben ca. 3.000 Pflanzen, 500 Vögel, 220 Reptilien und Amphibien sowie 150 Säugetierarten und ist Heimat etlicher Indianervölker, darunter der Nivacle und Manjui. Deren traditioneller Lebensraum in Paraguay liegt nördlich des Rio Pilcomayo in den Verwaltungsbezirken Boqueron und Presidente Hayes.

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Nivacle Indianerleben 1930

Stummfilm von Hans Krieg

Foto: Pubertätstanz Die Filmaufnahmen entstanden zwischen 1927 und 1932. Sie zeigen das traditionelle Leben der Tovoquinjus, einer Untergruppe des Nivacle-Volkes aus dem Pilcomayo-Gebiet. Gebieten somit, aus denen die Nivacle seit den 50iger Jahren weitgehend vertrieben wurden, und heute nur noch in der Erinnerung der Alten leben. Die paraguayische NGO Tierra Libre begleitet deshalb die Nivacle bei ihrem Projekt „Reaktivierung der territorialen Erinnerung“, welches auch Grundlage für Landrückforderungen ist. Rettet die Naturvölker (RdN) ist Partner von Tierra Libre und unterstützt das Projekt.