Archiv der Kategorie: Filme

Kaiowá: Zeremonie gegen Covid 19.

Am 19.12 hielten die Kaiowá eine Zeremonie gegen Covid 19 ab. Der erste Teil in kleinerem Kreise begann zum Sonnenaufgang am frühen Morgen. RdN unterstützte die Gemeinde um Dona Alda und Getulio Juca bei der Finanzierung von Hygiene Artikeln, Verpflegung und Transportkosten angereister Schamanen. Es war den Guarani sehr wichtig, dass weitere Schamanen an diesem Ritual teilnehmen, damit die Energie gegen die Pandemie größer ist.

Quelle: https://www.midiamax.com.br/cotidiano/2020/rezadores-indigenas-fazem-ritual-para-afastar-coronavirus-das-aldeias-de-ms Einzug ins Gebetshaus am frühen morgen

Christliche (Segnung mit Wasser) und uralte Traditionen werden vermischt.

Zeremonie im Ongusu (Gebetshaus)
Kaiowá: Zeremonie gegen Covid 19. weiterlesen

Unterstützung für die Guarani Nhandéva in Brasilien

Neben den Guarani Kaiowá in Jaguapiru unterstützen wir nun eine weitere indigene Gemeinde im brasilianischen Staat Mato Grosso do Sul. Pirajuí ist ein kleines Dorf und liegt direkt an der Grenze zu Paraguay. Máximo Valesque, der selbst vom Volk der Guarani Nhandéva ist und nun der kleinen Gemeinde vorsteht, ist in sein Dorf zurückgekehrt. Er schilderte uns per Whatsapp, dass ein evangelikaler Missionar großen Schaden in Pirajuí angerichtet habe und die Kultur der Guarani deshalb vom Aussterben bedroht sei.

Máximo Valesque mit seiner Familie

Maximó möchte mit unserer Hilfe dafür sorgen, dass die Kultur/Sprache der Guarani erhalten werden kann. Wichtiger Bestandteil ist wie bei den Kaiowá das Gebetshaus. Dort treffen sich die Guarani und feiern viele heilige Feste, von denen wir im weiteren Verlauf berichten werden.

Eduardo Santos ist vom Volk der Guarani Nhandéva im indigenen Dorf Pirajuí (Brasilien).

Während des Videos deutet er auf ein Loch im Gebetshaus, welches dringend ausgebessert werden muss.

Unterstützung für die Guarani Nhandéva in Brasilien weiterlesen

Einweihung des Gebetshauses verschoben

Aufgrund der aktuellen schwierigen Situation ausgelöst durch die Covid19 Pandemie hat der spirituelle Führer Getúlio Juca entschieden, die Einweihung des Gebetshaues der Kaiowá Gemeinde in Jaguapiro (Brasilien, Mato Grosso do Sul) auf den 24.6.2020 zu verschieben.

Bisher sind keine Fälle innerhalb der Kaiowá Gemeinde bekannt. Aus Vorsicht vor dem Virus hat sich das Dorf aber komplett abgeriegelt. Sr. Getúlio freut sich sehr über die bisherige Unterstützung aus Deutschland! Die Bedeckung der “Casa de Reza” mit Sapé-Gras ist mittlerweile komplett abgeschlossen. Vielen Danke für ihre Spende!

Aktuelles über Kaiowá-Projekt

Wir haben einen Film über den Wiederaufbau des abgebrannten Gebetshauses (“Ongusu”, in der Sprache Guaraní) der Guarani-Kaiowá in Dourados auf Youtube gestellt:

Wiederaufgebautes Ongusu

Vielen Dank (Muito obrigado) an Prof. Neimar Machado Sousa (https://neimarmachado.blogspot.com/) der mit uns die Hilfen vor Ort koordiniert und uns das Videomaterial zur Verfügung gestellt hat. Wir freuen uns sehr, dass die Wiedereinweihung des Hauses für den 19.4.2020 geplant ist. Derzeit ist die Gemeinde wegen des Coronavirus gegenüber außen abgeschottet, um eine Infizierung der Mitglieder zu vermeiden.

Aktuelles über Kaiowá-Projekt weiterlesen

Neuer Videofilm über Paraguays letzte Indigene in freiwilliger Isolation

“Nicht kontaktieren! Lebensraum schützen! Paraguays letzte Indigene in freiwilliger Isolation” heißt das neue RdN-Video ( 2:23 Min.), dass auch auf YouTube zu sehen ist.

Südlich des Amazonasgebietes liegt die Ebene des Gran Chaco – Südamerikas zweitgrößte Waldlandschaft. Diese hält heute den Weltrekord in der Waldvernichtung mit > 2.200 ha/Tag in der Trockenzeit. Davon entfällt das meiste auf Paraguay. Seit grauer Vorzeit nomadisieren dort die Ayoreode als Wildbeuter mit einfachem Gartenbau. Heute führen dort nur noch sechs Gruppen mit max. 150 Personen ihr traditionelles Leben, das akut durch die rapide zunehmende Lebensraumzerstörung bedroht ist. Sie sind die am südlichsten auf unserem Planeten lebenden Menschen in freiwilliger Isolation und brauchen dringend jeglichen Beistand fürs kulturelle und physische Überleben.

Kalinago Worrier Canoe ein Traum wird Wirklichkeit


von Bernd Wegener, 2017

Der Dokumentarfilm berichtet über die Kalinago der Karibikinsel St. Vincent und ihrem Projekt Pirogue-Krieger-Kanu, dem ersten seetüchtigen Boot, das seit über 300 Jahren wieder gebaut wurde. Das Kanu ist 24 Fuß lang, 3 Fuß breit und kann bis zu 20 Krieger aufnehmen.

Das Projekt wurde durch die gemeinsame Unterstützung von Rettet die Naturvölker e.V. (RdN), verschiedene Regierungsabteilungen von St. Vincent and the Grenadines und Stammesmitgliedern realisiert (ca. 7 ½ Minuten).

RdN dankt marketfilm productions Steffen Keulig für die Realisierung des Films.

Nivacle Indianerleben 1930

Stummfilm von Hans Krieg

Foto: Pubertätstanz Die Filmaufnahmen entstanden zwischen 1927 und 1932. Sie zeigen das traditionelle Leben der Tovoquinjus, einer Untergruppe des Nivacle-Volkes aus dem Pilcomayo-Gebiet. Gebieten somit, aus denen die Nivacle seit den 50iger Jahren weitgehend vertrieben wurden, und heute nur noch in der Erinnerung der Alten leben. Die paraguayische NGO Tierra Libre begleitet deshalb die Nivacle bei ihrem Projekt „Reaktivierung der territorialen Erinnerung“, welches auch Grundlage für Landrückforderungen ist. Rettet die Naturvölker (RdN) ist Partner von Tierra Libre und unterstützt das Projekt.

Gran Chaco – Die Wildnis stirbt


Gran Chaco – Die Wildnis stirbt von Bernd Wegener
über die Ayoreode und deren Schicksal.

Im Herzen Südamerikas liegt der nördliche Gran Chaco, eine Ebene, in der fast menschenfeindliche Lebensbedingungen herrschen. Die trockenen Dornbuschwälder und der Mangel an Süßwasser prägten die Indianer, die seit undenklichen Zeiten als Wildbeuter und einfache Bodenbauer hier lebten. Eines dieser Völker sind die Ayoréode, die sich vehement gegen die Kolonisation ihres Lebensraumes durch Erdölsuche, Monokulturen und Rinderweiden zur Wehr setzten. Nur wenige Ayoréode konnten sich in den verbliebenen Wäldern behaupten und verteidigen bis heute ihre angestammten Gebiete mit aller Entschiedenheit. Im Sommer 1998 reiste ein Team von “Freunde der Naturvölker” e.V. vor Ort nach Paraguay und Bolivien und wurde Zeuge dieser und anderer Konflikte. Der Film ruft zu aktiver Unterstützung für die letzten frei lebenden Waldindianer des Gran Chaco auf (ca. 40 Minuten).

Film Gran Chaco

Land of Thorns – Struggling for survival in Karamoja


(englisch) – von Steffen Keulig, Marketfilm

Im Februar 2008 war ein RdN Team zu Filmaufnahmen für drei Wochen in Uganda bei den Karamojong. Der Film Land of Thorns wurde von der EU gefördert.

Land of Thorns depicts some turns of life in Karamoja through the portrays of three Karamojan women who have been facing various challenges with great personal strength. With breath-taking images and exclusive scenes, Land of Thorns presents the richness and beauty of traditional pastoralist lives and cultures in the north east of Uganda and bordering Kenya. The film also warns against contemporary threats to the sustainability of pastoral livelihoods. The film gives voice to traditional communities and civil society, highlighting major themes of current relevance.

Cattle Raids and forced disarmament:
The vulnerability of the people of Karamoja is partly related to the outcomes of several decades of armament race among tribes and of increased cattle raiding and armed theft. Several phases of disarmament by the Ugandan military forces across the years 2000 have brought about a fragile and questionable decrease of raiding in recent months. Most often carried out forcefully, the disarmament has also generated a significant amount of alleged human rights violations. Long term consequences are also preoccupying.

Challenges to pastoral livelihoods:
The threats to sustainable pastoralism are manifold, complex and interacting with each other. The film explores and introduces these dimensions, looking further into the vicious circle of food insecurity, over-use of land resources, environmental degradation, socioeconomic marginalization and cultural destabilization. The related questions of demography, land use policies and climate change, and their roles in the vicous circle of unsustainability, are also introduced.
Produced by ACTED und FdN (49 Minuten)

West Papua – The secret war in Asia


(englisch – 16 Minuten) – von Steffen Keulig, Marketfilm

Video über die von Indonesien an den Papua begangenen Menschenrechtsverbrechen; Unser im Jahr 2007 produzierte Film „West Papua – The secret war in Asia“ wurde beim New Yorkerund Los Angeles Short Film Festival pre-selected. Nach der Premiere auf der Biennale in Venedig 2007 (Radio New Zeeland), 2009 Origins First Nation Film Festivalund Riverside Studios wurde der Film auch beim Native und Indigenous Film Festival in Brno/Tschechien aufgeführt: http://www.naiff.eu/fest/

Preisgekrönter RDN Film “Conservation Refugees” jetzt online”

Wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, dass wir den mehrfach ausgezeichneten fPcN Film “Conservation Refugees – Expelled from Paradise” nun online gestellt haben. Der Film gewann den ‘Special Mention Award’ durch die Jury beim Chicago Short Film Festival , den Award “Special Prize of the Jury” und “Special Prize from the Estonian Ministry of Environment” beim 8en Matsalu Nature Film Festival in Estland (http://www.matsalufilm.ee/festival/auhinnad_eng.html) sowie den “UWIP Award” beim NAIFF Film Festival in der tschechischen Republik.

Conversation Refugees – Expelled from Paradise (englisch) – von Steffen Keulig, Marketfilm

It is no secret that millions of native people around the world have been forced off their homelands to make way for oil, mines, timber, and agriculture. But few people realize that the same thing has happened for a cause which is considered by many as much nobler: land and wildlife conservation. Indigenous peoples evicted from their ancestral homelands, for conservation initiatives, have never been counted; they are not even officially recognised as refugees. The number of people displaced from their traditional homelands is estimated to be close to 20 million. These expelled native peoples have been living sustainable for generations on what can only be reasonably regarded as their ancestral land. (24 Minuten)

Ogiek 08

Für die Ogiek fand eine  Sofort-Hilfsaktion im Februar 2008 statt. Zur dramatischen Situation entstand auch das Video: “Angriff auf die Ogiek”. Die Ogiek brauchen dringend weitere Unterstützung um sich selbst und ihre Heimat, den Mau Wald, zu schützen! Zuletzt waren wir gemeinsam mit fPcN im Dezember 2009 und Januar 2010 vor Ort gewesen.

Achtung das folgende Video enthält evtl. verstörendes Bildmaterial!!!