Alle Beiträge von Hannes

Einweihung des Gebetshauses verschoben

Aufgrund der aktuellen schwierigen Situation ausgelöst durch die Covid19 Pandemie hat der spirituelle Führer Getúlio Juca entschieden, die Einweihung des Gebetshaues der Kaiowá Gemeinde in Jaguapiro (Brasilien, Mato Grosso do Sul) auf den 24.6.2020 zu verschieben.

Bisher sind keine Fälle innerhalb der Kaiowá Gemeinde bekannt. Aus Vorsicht vor dem Virus hat sich das Dorf aber komplett abgeriegelt. Sr. Getúlio freut sich sehr über die bisherige Unterstützung aus Deutschland! Die Bedeckung der “Casa de Reza” mit Sapé-Gras ist mittlerweile komplett abgeschlossen. Vielen Danke für ihre Spende!

Fortschritt beim Gebetshaus der Kaiowá

Die erste Phase der Bedeckung des Ongusu (Gebetshauses) in Jaguapiru wurde nun fertiggestellt. Neimar Machado schreibt zu der gegenwärtigen Situation bzgl. Corona:

[18:38, 04/09/2020] Neimar Machado: “Angesichts der gegenwärtigen sozialen Isolation finden viele Unterstützungsarbeiten für die Familien der Kaiowá und Guarani nicht statt. Es gibt viele Berichte über Mangel an Nahrungsmitteln und Mangel an Materialien, die für die eigene Bewirtschaftung benötigt werden. Indigene Gesundheitsteams werden nicht entsprechend ausgestattet, um ihre Arbeit, so wie von der Gesundheitsorganisation vorgegeben, auszuführen zu können.

Wenn sich Leute finden, um Hilfe zu schicken, ist es dies der richtige Zeitpunkt. Die Situation ist sehr kritisch.

Andererseits haben wir von der Universität Unterstützung in Form von Alkohol, Handschuhen und Masken für die indigenen Gesundheitshelfer erhalten, die der Gemeinde dienen. Die SESAI (indigenes Gesundheitsamt) benötigt weiterhin Masken, Handschuhe und die Familie von Sr. Getúlio Juca benötigt Reinigungsmittel (Seife, Bleichmittel).”

Wir haben weitere 200€ an die Dorfgemeinschaft gesendet, um Lebensmittel kaufen zu können.

Die Dörfer der indigenen Gemeinden sind so gut es geht nach außen isoliert, dennoch dennoch hat sich das Corona-Virus unter anderem schon im Amazonas ausgebreitet.

Danke für ihre Spende: Kennwort “Casa de reza”

Impfstoff gegen Zivilisation

Liebe Freunde von Rettet die Naturvölker,

in diesen Tagen fragt man sich, wie diese Pandemie schließlich enden wird. Leider können wir ihnen das Ende nicht voraussagen.
Jedoch können wir ihnen mit größter Wahrscheinlichkeit sagen, was nicht passieren wird:
Die Krise wird nicht mit dem Verständnis enden, dass sie zu 100% von der “zivilisierten” Menschheit verursacht wurde. Das Virus dank Globalisierung in kürzester Zeit auf der ganzen Welt verbreitet wurde.
Die Lebensraumzerstörung wird ungehindert weitergehen und das das nächste Virus steht in den Startlöchern, möglicherweise weit schlimmer als Covid19 (beim nächsten mal wird man jedoch mehr Geld damit machen 😉 ). Das System, welches es erschaffen hat, macht mit seinen Schulden künftige Generationen zu den nächsten willigen Sklaven.
Vielmehr wird man nun auf einen baldigen Impfstoff setzen, der alle Probleme löst. Dem man entgegen fiebert und der wiederum vermarktet und zu Geld gemacht wird. Im besten Fall kurbelt man dann im Anschluss an die Pandemie die Wirtschaft so sehr an, dass alle kurzfristigen Errungenschaften hinsichtlich der Klimaziele doch noch zunichte gemacht werden.
Ich arbeite nun in Kurzarbeit und habe noch mehr Zeit, mir Gedanken über die eigentlichen Ursachen dieses “Segens/göttlicher Kommunikation/Weckruf/Aufforderung” zu machen. Unter anderem beschäftigt mich die Frage: Wie viele Menschen (auch die tatsächlich Erkrankten) die eigentlichen Ursachen überhaupt wissen möchten?

Leider gibt es keinen Impfstoff gegen Zivilisation. Wenn es einen gäbe, so wäre dies wahrscheinlich das kondensierte Wissen, dass Leid und Tod unausweichlich sind. Dieses Wissen schützt die Naturvölker schon seit Jahrtausenden davor, ihre eigene Umwelt zu zerstören. Wir werden dies jedoch so lange leugnen, bis die letzte natürliche Ressource der Erde verbraucht ist. Dann wird es schließlich nur noch eine handvoll Menschen geben, von denen keiner in der Lage sein wird, die Wörter “Stolz” oder “Demut” auch nur zu buchstabieren. Ob sich diese Menschen wohl an Naturvölker erinnern werden, hängt auch von Ihnen und ihrer Spendenbereitschaft ab.

Nebenbei ist schön zu sehen, dass egal wie viele hoch-dekorierte Wissenschaftler es gibt, das Verständnis von exponentiellem Wachstum vollkommen fehlt. Somit ist dies eine schöne Blaupause für den, wahrscheinlich ebenfalls mit exponentiell voranschreitender Dynamik, stattfindenden Klimawandel.

Schaut man in die Geschichte der Menschheit, so ließ sich dieser Impfstoff wohl nie richtig gut vermarkten. Um mit Optimismus zu schließen, so möchte ich feshalten, dass immerhin ein Redakteur eines der größten Technologiemagazine Deutschlands dies ebenfalls erkannt hat.

Bleiben Sie so gesund, wie Sie es für sinnvoll halten!

Danke

Aktuelles über Kaiowá-Projekt

Wir haben einen Film über den Wiederaufbau des abgebrannten Gebetshauses (“Ongusu”, in der Sprache Guaraní) der Guarani-Kaiowá in Dourados auf Youtube gestellt:

Wiederaufgebautes Ongusu

Vielen Dank (Muito obrigado) an Prof. Neimar Machado Sousa (https://neimarmachado.blogspot.com/) der mit uns die Hilfen vor Ort koordiniert und uns das Videomaterial zur Verfügung gestellt hat. Wir freuen uns sehr, dass die Wiedereinweihung des Hauses für den 19.4.2020 geplant ist. Derzeit ist die Gemeinde wegen des Coronavirus gegenüber außen abgeschottet, um eine Infizierung der Mitglieder zu vermeiden.

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Protokoll Kaiowá-Support Network

ZUSAMMENFASSUNG DER VIDEOKONFERENZ AM SAMSTAG 22.02.2020

von 16 bis 18 Uhr in Mitteleuropäische Zeit

Anwesenheit:

Amambai: Jânio

Panambi: Doriano, Vivian, Fabi – und die Kinder, die am dreitägigen Jerosy teilnahmen

São Paulo: Jordi

Europa: Angelika, Arne, Christy, Adriano

Eine Situation des Genozids

Jânio: „Die Lage in Brasilien ist sehr traurig. Wir leben in einer Militärdiktatur. Sie töten Menschenrechtsverteidiger. Die Bundespolizei und die nationalen Armee töten indigene Völker.

Nach 500 Jahren geht der Völkermord weiter und hat sich in den letzten Monaten verschärft. Hierdurch sind die Rechte und Freiheiten, die wir erlangt hatten, wieder weggenommen worden. “

PEC 91

Jânio nahm an einer indigenen Versammlung in Brasília teil, um den Gesetzesvorschlag anzuprangern, der darauf abzielt, indigenes Land für Bergbau- und Ölunternehmen, Wasserkraftwerke und Agrarunternehmen freizugeben – ohne eine Rücksprache mit indigenen Völkern, wie es im IAO-Übereinkommen 169 festgelegt ist.

Nahrungsmittelhilfe von FUNAI / CONAB abgeschnitten

Die Versorgung mit Cestas básicas (Grundnahrungsmittel-Körbe) wurde Anfang Januar in den nicht abgegrenzten Gebieten eingestellt. Das Bundesministerium (MPF) forderte die FUNAI auf, die Lebensmittelversorgung wieder aufzunehmen. Jânio, Doriano und die Anführer der GK sprachen mit der FUNAI. Die FUNAI sagte, dass sie die cestas básicas nur an Orte in der Nähe der Straßen bringen werden – und sie werden damit nicht bald (nicht vor Mai) beginnen. Am stärksten betroffen sind die Gemeinden, die weit von den Straßen entfernt sind, beispielsweise in der Nähe der Grenze zu Paraguay (Ypo’I, Kurusu Amba, Pielito Kue). Essen ist ein Grundrecht, das uns weggenommen wurde.

FUNAI, die Polizei und die Medien sind gegen die GK

Jânio: Die FUNAI arbeitet gegen indigene Völker. Sie sagen, dass wir Landinvasoren sind. Die führenden Positionen der FUNAI werden von Militärangehörigen in Mato Grosso do Sul besetzt. Ein evangelikaler Pastor kümmert sich nun um die isolierten Stämme im Amazonasgebiet. Die Politik der FUNAI ist rassistisch und ihr Ziel ist es, indigene Völker zu assimilieren, sie nutzt dazu auch die Kirche, um unseren Kampf um Land zu schwächen.

– Die GK hungern und die Selbstmordrate unter Jugendlichen ist sehr hoch.

– FUNAI, Bundespolizei, nationale Polizei, Militärpolizei, alle vereinen sich in einem gemeinsamen Angriff gegen die indigene Bevölkerung. Sie greifen ohne richterliche Anordnung an, betreten das Dorf und eröffnen das Feuer (bspw. in Ñu Vera).

– Die Medien manipulieren die öffentliche Meinung, um die Regierung, FUNAI, Polizei und Unternehmen zu unterstützen.

Angriffe und mangelnde Sicherheit

Doriano: „Die ganze Arbeit, die wir in den Gemeinden machen, stört sie (die Großbauern, Großgrundbesitzer usw.). Deshalb bedrohen sie uns und greifen uns an. “

Angriffe in Ñu Vera

Fabiana: In Ñu Vera waren Polizeifahrzeuge, als das deutsche Team das Dorf besuchte. Letzten Monat haben sie Menschen in Ñu Vera angegriffen und erschossen. 40 Menschen wurden verwundet und viele Häuser zerstört.

Wir werden verfolgt und bedroht

Doriano: Autos folgen uns. Ich wurde von einem Auto angehalten, ich wusste, dass es mir folgte. Drei Leute haben mich eingeschüchtert und mich gefragt: “Für wen arbeiten Sie?” Sie machten Fotos von meinen Dokumenten.

Fabi: Ich verstecke mich im Haus meiner Eltern. Auch hier kommen im Morgengrauen Pickups, die die Kennzeichen aufschreiben. Wir setzen uns ständig einem Risiko aus. Ich bin ein Mitarbeiter der UNO und selbst die UNO sagte zu mir: „Du musst hier weggehen“.

Jânio: Ich hatte viele Bedrohungen in Form von Nachrichten die sagten: „Das kannst du nicht mehr machen. Verpiss dich “.

Janio: Bisher gibt es keine Gerechtigkeit für die toten Führer. Wir können auf viele Arten getötet werden. Wir können hingerichtet werden, aber wir werden nicht aufhören. Wir werden die Gemeinden weiterhin unterstützen. In den Reserven gibt es viele Auseinandersetzungen.

BILANZ DER AKTUELLEN MAßNAHMEN UND PROJEKTE

Schwestergemeinschaften

Jânio, Doriano: Wir schätzen die Unterstützung beim Bau der Gebetshäuser in den Gemeinden (Ypo’i, Kurusu Amba, Pielito Kue, Guaiviry …). Die Bedeutung der Gebetshäusern für die GK zeigt sich darin, dass sie in Pielito Kue sogar eher nach Ressourcen für das Gebetshaus als nach Essen fragten.

Doriano: „Veru Vera braucht ein Gebetshaus als Ort des Widerstands in Dourados. Ich kann allen helfen, aber ich brauche selbst hierfür Hilfe. “

Projekt der Häuser von ñandesy

Fabi: Das Projekt “Casas de ñandesy” läuft gut, mit einem internationalen Fonds für indigene Frauen.

Die Klinik ist ein Haus für traditionelle Medizin. Es gibt zwei Häuser mit der Medizin des Waldes, eines in Panambizinho und eines in Limão Verde. Das Projekt umfasst die Vermittlung traditioneller Medizin. In der finalen Phase wird es eine Karte geben, in der Gewalt gegen Frauen verzeichnet ist. Es wird auch eine Website geben.

Permakultur

Fabi: Der erste Permaculture-Workshop bei Guyra Kambi war gut. Es wird einen zweiten Workshop in Kurusu Amba geben.

Die Leute die die Kurse geben, sollten zunächst Kontakt zu den GK und Kenntnisse über deren Kultur haben.

Arbeit von NGOs in Brasilien

Fabi: Die brasilianische Regierung trangsaliert die Arbeit der NGOs. Die Banco do Brasil erschwert Banküberweisungen von NGOs, es dauert teilweise über einen Monat bis das Geld kommt. Einmal mussten wir Western Union verwenden, die sehr hohe Transaktionsgebühren haben. Besser man nutzt kleine Banken, Online-Banken und Transferwise.

Jordi: Wir haben bereits drei Leute, die per Transferwise Geld erhalten können. Ich werde noch weitere Leute kontaktieren.

WELCHE UNTERSTÜTZUNG KÖNNEN WIR GEBEN?

Jânio: Die FUNAI ist gegen uns und die CIMI hat nur wenige Ressourcen. Wir brauchen Unterstützung zu territorialen Fragen, Gebetshäuser, Unterstützung für junge Menschen und Aty. Wir brauchen die ganze Unterstützung des Netzwerks.

Offenlegung

Lassen Sie das Netzwerk mehr über die GK erzählen, schreiben sie über den Kampf innerhalb der Gemeinden. Nach der Kampagne „Keine weiteres indigenes Blut“ und den Besuchen der indigenen Führer in  Europa gibt es keine Meldungen mehr über die GK.

Jordi wird sich mit Brina in Verbindung setzen und an einem Blog / einer Website über die GK mit aktuellen Nachrichten arbeiten. Diese können dazu dienen, Menschen bei der Organisation von Veranstaltungen in Europa zu helfen und Unterstützung für die GK zu finden. Es soll auch weitere Kampagnen initiieren – Landabgrenzung, Boykott von Agrarprodukten usw.

– Helfen Sie Dorianos Arbeit, die Projekte zu dokumentieren und alles zu berichten, was in den Gemeinden passiert. Er braucht Hilfe bei der Deckung der Transport- und Lebensmittelkosten.

Sicherheit

– Drei Überwachungskameras und drei hochwertige Minikameras (Gopro) zum Filmen von Autokennzeichen und Gesichtern von Personen, wenn sie verfolgt werden – für Jânio, Doriano, Fabi, die am stärksten gefährdet sind werden benötigt.

– Lassen Sie europäische Beobachter in Mato Grosso do Sul bleiben (in einem rotierenden Schema)

– Die Kommunikation zwischen den GK erfolgt über Mobiltelefone. Es funktioniert gut, aber sie sollten ein sichereres System verwenden, das Nachrichten schützt und den Standort von Personen nicht anzeigt.

GK besucht Europa

Machen Sie weiterhin Europatouren mit Vertretern der Guarani Kaiowa – das nächste Mal vielleicht eine Tour mit GK-Jugendlichen?

Unterstützung für die ATYs

Es gibt keine Mittel, um die Aty (große Versammlung) abzuhalten, diese bildet den Kern der politischen und kulturellen Artikulation. Im April wird es in Guyra Kambi eine große Versammlung geben, an der alle Atys teilnehmen werden: politische Führer, Frauen, Jugendliche, spirituelle Führer. Für Transport und Lebensmittel werden Mittel benötigt.

Im Juli wird es auch ATL in Brasilia geben.

Videokonferenzen

Halten Sie alle zwei Monate eine Videokonferenz ab, zusätzlich zu Notfallbesprechungen je nach Bedarf.

SCHLUSSWORT

Jânio: Die Demarkierung sollte in fünf Jahren abgeschlossen sein (88-93). Wir machen durch, was unsere Großeltern durchgemacht haben. Jede Minute, jede Sekunde leiden wir immer noch. Wir wollen Frieden, saubere Luft zum Atmen, Anpflanzungen, wir wollen sauberes Wasser ohne das Gift der Agrarindustrie. Wir danken der Unterstützung für die heiligen Häuser, in denen wir nach mehr Hoffnung für eine bessere Zukunft suchen. Die GK kämpfen und laufen, um Yvy Marã E’ỹ (das unsterbliche Land) zu erreichen.

Eure Meinung zu Naturvölkern

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Jäger eines Naturvolks (Hadzabe, Tansania)

Während unserer Arbeit bei RdN nehmen wir immer wieder wahr, dass es ein gewisses gesellschaftliches Interesse für Naturvölker gibt. Wir möchten an dieser Stelle eine Plattform bieten, um zu erfahren, was ihr über Naturvölker denkt. Die Beiträge werden wir dann auf unserer Website veröffentlichen.

Was sind Naturvölker für euch? Haben Sie eine Zukunft? Was können wir von ihnen lernen? Haben wir gemeinsame Werte? Welche Werte sind anders? Sind sie womöglich weiterentwickelt als wir?

Schreibt uns eure Meinung per E-Mail an die Adresse:

beitrag@naturvoelker.de

Bitte gebt auch wenn möglich ein paar Informationen über euch an (Name, Herkuntsstadt, Alter), wenn ihr dies nicht möchtet, könnt ihr die E-Mail natürlich auch vollkommen annonym senden und wir veröffentlichen keine Informationen.

Unter den Einsendungen verlosen wir zwei Bücher von unserem Vorsitzenden Bernd Wegener:

GRAN CHACO – DIE WILDNIS STIRBT
Auf den Spuren der letzten Waldindianer

https://naturvoelker.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180519_0001.jpg

und

INDIANER IN DEN USA, ZWISCHEN DEM ENDE DER INDIANERKRIEGE UND HEUTE

Die Ausschreibung läuft zunächst unbegrenzt zur Verlosung zugelassen sind jedoch nur Einsendungen, welche vor dem 10.4.2020 eingehen.

Wir freuen uns sehr über eure Einsendungen.

Fortschritt beim Wiederaufbau des Gebetshauses der Kaiowá-Jaguapiru

Aus Jaguapiru (Dourados) erreichen uns gute Nachrichten. Nachdem sich Getúilo Juca (spirtueller Führer der Gemeinde) gut von seiner Krankheit erholt hat, geht der Wiederaufbau der “Casa de reza” voran. Sr. Getúlio schrieb uns, dass das Gebetshaus bis April 2020 fertig werden solle. Neben den Materialkosten beteiligen wir uns auch an der Verpflegung der Arbeiter, die das Gebetshaus wiederaufbauen. Die Kommunikation mit der Gemeinde findet über eine Whatsapp-Gruppe statt, so erfahren wir sehr zeitnah, was mit unseren Mitteln geschieht.
Danke für ihre Unterstützung! Spendencode: “casa de reza”

Als Weihnachtsgruß hat uns Getúlios Tochter Aldineia diese Tonaufnahme eines traditionellen Gesangs ihres Vaters zugesendet:

Wiederaufbau des zerstörten Gebetshauses der Kaiowá in Jaguapiro, Mato Grosso do Sul Brasilien

Seit der rechtsgerichtete Präsident Brasiliens Jair Bolosonaro im Amt ist, hat sich die Lage der Indigenen in Brasilien nochmals deutlich verschlechtert.
Angestachelt von der menschenverachtenden Polemik des Präsidenten, fühlen sich viele Bauern darin gestärkt, ihre eigenen Interessen auf Kosten der dort lebenden Urbevölkerung durchzusetzen. Als Reservat demarkierte Wälder werden abgebrannt, um anschließend Soja anbauen zu können oder das eigene Vieh darauf weiden zu lassen.

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Kalinago Worrier Canoe ein Traum wird Wirklichkeit


von Bernd Wegener, 2017

Der Dokumentarfilm berichtet über die Kalinago der Karibikinsel St. Vincent und ihrem Projekt Pirogue-Krieger-Kanu, dem ersten seetüchtigen Boot, das seit über 300 Jahren wieder gebaut wurde. Das Kanu ist 24 Fuß lang, 3 Fuß breit und kann bis zu 20 Krieger aufnehmen.

Das Projekt wurde durch die gemeinsame Unterstützung von Rettet die Naturvölker e.V. (RdN), verschiedene Regierungsabteilungen von St. Vincent and the Grenadines und Stammesmitgliedern realisiert (ca. 7 ½ Minuten).

RdN dankt marketfilm productions Steffen Keulig für die Realisierung des Films.

Gran Chaco – Die Wildnis stirbt


Gran Chaco – Die Wildnis stirbt von Bernd Wegener
über die Ayoreode und deren Schicksal.

Im Herzen Südamerikas liegt der nördliche Gran Chaco, eine Ebene, in der fast menschenfeindliche Lebensbedingungen herrschen. Die trockenen Dornbuschwälder und der Mangel an Süßwasser prägten die Indianer, die seit undenklichen Zeiten als Wildbeuter und einfache Bodenbauer hier lebten. Eines dieser Völker sind die Ayoréode, die sich vehement gegen die Kolonisation ihres Lebensraumes durch Erdölsuche, Monokulturen und Rinderweiden zur Wehr setzten. Nur wenige Ayoréode konnten sich in den verbliebenen Wäldern behaupten und verteidigen bis heute ihre angestammten Gebiete mit aller Entschiedenheit. Im Sommer 1998 reiste ein Team von “Freunde der Naturvölker” e.V. vor Ort nach Paraguay und Bolivien und wurde Zeuge dieser und anderer Konflikte. Der Film ruft zu aktiver Unterstützung für die letzten frei lebenden Waldindianer des Gran Chaco auf (ca. 40 Minuten).

Film Gran Chaco

Land of Thorns – Struggling for survival in Karamoja


(englisch) – von Steffen Keulig, Marketfilm

Land of Thorns depicts some turns of life in Karamoja through the portrays of three Karamojan women who have been facing various challenges with great personal strength. With breath-taking images and exclusive scenes, Land of Thorns presents the richness and beauty of traditional pastoralist lives and cultures in the north east of Uganda and bordering Kenya. The film also warns against contemporary threats to the sustainability of pastoral livelihoods. Land of Thorns gives voice to traditional communities and civil society, highlighting major themes of current relevance. Produced by ACTED und FdN (49 Minuten)

West Papua – The secret war in Asia


(englisch – 16 Minuten) – von Steffen Keulig, Marketfilm

Video über die von Indonesien an den Papua begangenen Menschenrechtsverbrechen; Unser im Jahr 2007 produzierte Film „West Papua – The secret war in Asia“ wurde beim New Yorkerund Los Angeles Short Film Festival pre-selected. Nach der Premiere auf der Biennale in Venedig 2007 (Radio New Zeeland), 2009 Origins First Nation Film Festivalund Riverside Studios wurde der Film auch beim Native und Indigenous Film Festival in Brno/Tschechien aufgeführt: http://www.naiff.eu/fest/