Über uns

Rettet der Naturvölker e.V. (RdN) ist eine als gemeinnützig registrierte Menschenrechtsorganisation. Unsere politische Unabhängigkeit und Arbeit wird hauptsächlich durch Spenden gesichert.

Wir arbeiten insbesondere in tropischen Ländern mit Partnern vor Ort für die Bewahrung und Weiterführung der kulturellen Vielfalt. Wir unterstützen insbesondere dem traditionellen Leben verbundene Völker der Jagd- und Sammelwirtschaft, aber auch Gartenbau betreibende Ethnien der tropischen Regenwälder Südamerikas und Melanesiens bei ihrem Kampf ums kulturelle Überleben, wie es auch von der UNESCO gefordert wird. Die von der UNESCO verabschiedete Magna Charta der internationalen Kulturpolitik verankert das Menschenrecht auf kulturelle Selbstbestimmung im Völkerrecht. Wie die UNESCO betrachten wir die kulturelle Vielfalt als genauso bewahrenswert wie die biologische Vielfalt auf unserem Planeten. Das bedeutet, dass Existenz- und Identitätssicherung oberste Priorität für den Erhalt der Kulturen haben.

Immer wieder vernehmen wir verzweifelte Hilferufe von Naturvölkern, entstanden durch Lebensraum zerstörende Vorhaben (Bergbau, Landerschließung durch Straßen, Rodungen für Viehzucht und Plantagen, …). Deshalb helfen wir ihnen gegen ihre Kultur zerstörenden Einflüssen durch Machenschaften von Großagrarindustrie, Regierungen von Nationalstaaten und anderen. Mit uns arbeiten Ethnologen, Autoren / Journalisten und Aktivisten, die die Arbeit von FdN tragen. Mit ihnen vereinen sich über 20 Jahre Erfahrung nicht nur am Schreibtisch, sondern auch im Feld bei den Völkern vor Ort.

RdN gründete sich 1991 als Freunde der Naturvölker e.V. (FdN) aus ehemaligen aktiven Mitgliedern der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. (GfbV). Gründe waren u.a. vor allem die Marginalisierung der sensibelsten aller Kulturen, der Jäger- und Sammlervölker, in der Politik und Arbeit der GfbV. Der Fokus der GfbV liegt zu 90 Prozent (Statistik der Pressemitteilungen) bei den sogenannten Grossvölkern wie Sinti und Roma, Tibetern, Kurden oder Religionsgemeinschaften, wie den irakischen Christen.

Für die Umbenennung in Rettet die Naturvölker e.V. zum 01.01.2017 sprach folgendes: Der bisherige Name Freunde der Naturvölker e.V. strahlte zu sehr Harmonie und Romantik aus und ließ nicht die Dramatik erkennen, der Naturvölker ausgesetzt sind. Bereits durch den Namen des Vereins soll zu erkennen sein, um was es uns konkret geht. Rettet“ ist ein eindringlicher Aufruf (Apell) und klingt aktiver, der sehr deutlich macht, dass die Situation der Naturvölker überaus kritisch ist.

Seit 2012 sind wir Mitglied im West Papua Netzwerk (WPN, www.westpapuanetz.de). Da über das WPN zeitnah stets aktuelle Informationen zur  Situation im von Indonesien widerrechtlich besetzten Westteil von Neu Guinea zur Verfügung stehen, haben wir unsere Webseite freewestpapua.de aus Kapazitätsgründen nicht mehr aktualisiert und ist offline.